Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

410 
dem Tode oder nach einer Vervollkommnung und Vergöttlichung der 
menschlichen Person hervorgegangen ist. In den primitiven Kulturen 
aber hat er eine andere Grundlage. Er entspringt hier aus dem In- 
einanderfließen des Subjektiven und des Objektiven: wenn die Über- 
lebenden sich fortgeseßt in ihren Vorstellungen mit dem Verstorbenen 
beschäftigen, so werden diese Vorstellungen von dem naiven Denken ob- 
jektiviert. Das Bild des Verstorbenen, das sich ihnen fortgesegt auf- 
drängt, wird für real genommen vermöge der geringen kritischen Son- 
derung zwischen dem Subjektiven und Objektiven, die der Stufe der 
Primitiven eigen ist. Dabei ist es aber nicht das eigene Fortleben, son- 
dern das Fortleben des andern, das in Frage kommt. Auch hier prägen 
also die „Zuschauer“, d. h. die jeweilig mit dem Tode anderer Rechnen- 
den, die Anschauung aus und nicht der „Handelnde‘“, d. h. derjenige, der 
für seine eigene Person mit dem Tode rechnet. 
Für den Inh alt der so geprägten Anschauungen ergeben sich hier- 
aus gewisse wichtige Folgen, die vorwiegend in der Richtung einer 
Irreführung oder Fälschung liegen: sie haben Anteil an den typi- 
schen Eigenschaften, durch die sich der Betrachter vom Erlebenden unter- 
scheidet. Dieser Unterschied aber besteht vielfach in einem besonders 
hohen Niveau auf dem geistigen wie sittlichen Gebiete. Daß der Be- 
trachter strenger in seinen Anforderungen und moralischen Urteilen ist, 
sahen wir schon oben; es leuchtet aber auch ein, daß er über eine größere 
Klarheit und Besonnenheit im Urteil verfügt. Der Gegensag, in den er 
dadurch zu dem Erlebenden tritt, erhellt am klarsten, wenn wir die beiden 
Funktionen an derselben Person vergleichen können. Wie verschieden ist 
die logische Strenge bei dem Philosophen und dem Gelehrten, mit der 
er die Fehler in dem Lehrgebäude anderer aufdeckt, von derjenigen, die 
er bei dem Aufbau eines eigenen Systems oder überhaupt bei eigenen 
Leistungen zur Anwendung bringt. Endlich kommt auch der bekannte 
Mechanismus der Erinnerungstäuschungen in Betracht: die Erinnerung 
an frühere Erlebnisse ist gleichsam gereinigt von allen Schlacken, mit 
denen diese selbst behaftet sind. Dazu kommt in gewissen Fällen eine 
ungleichartige persönliche Beschaffenheit der hüben und drüben betei- 
ligten Individuen. Es gibt Schicksale, die einen Ausnahmecharakter be- 
sigen, während andere auf gewisse Teilgruppen beschränkt sind. Der 
unschuldig Verurteilte ist nicht imstande, von den Schrecken des Justiz- 
‘rrtums die Mit- oder Nachwelt zu unterrichten, und ebensowenig kann 
im allgemeinen der Erfolglose seine Anschauungen über die Leiden des 
vergeblichen Ringens zur Geltung bringen. Leiden, Krankheit, Armut 
und ähnliche Schwächezustände aller Art bringen es ihrer Natur nach 
mit sich, daß die mit ihnen Behafteten in dem Chor, der die öffentliche 
Meinung bestimmt, nicht mitsprechen (vgl. $ 31,3, auch 7,2). — Auf un- 
ZZ) rt —— 
Die Gruppe.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.