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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

vorüberkommt und nicht in Not ist, ergänzt oder vermehrt den Bestand dieses für Schiff 
brüchige so wertvollen Magazins. 
In Österreich sind, wie im übrigen Deutschland, gegen Ende des Mittelalters Boten 
anstalten, welche von einigen größeren Städten unterhalten wurden, die Vorläufer der 
jetzigen Posteinrichtungen gewesen. Unter der Regierung Friedrichs III. (1440—93) legte, 
wie schon oben erwähnt wurde, Roger von Taxis einen Postkurs von Wien durch Tirol 
und Steiermark nach Italien an. Später folgten weitere ähnliche Einrichtungen zur 
Verbindung von Wien und Prag, Preßburg und anderen Städten. Obschon die Landes 
herren in Österreich zu jener Zeit zugleich deutsche Kaiser waren, so wurde doch das öster 
reichische Postwesen von demjenigen im Reiche streng getrennt gehalten. Bis zum 
Jahre 1612 hatte die Familie Taxis die Verwaltung der österreichischen, ungarischen 
und böhmischen Posten in Händen, dann ging sie auf den Italiener Karl Magni über, 
dessen Sohn sie im Jahre 1623 an den Freiherrn von Paar abtrat. Dieser erhielt im 
darauf folgenden Jahre vom Kaiser Ferdinand II. das Obersthofpostmeisteramt über die 
vorgenannten Posten als Mannlehn und wurde kurz nachher in den Grafenstand erhoben. 
780. Postamt auf der Noobyiaset. 
Die Familie Paar bezog alle Einkünfte aus den Posten, hatte dagegen die Verpflichtung, 
die kaiserlichen Sendungen, Kuriere rc. unentgeltlich zu befördern. In diesem Verhältnisse 
trat 1722 insofern eine Änderung ein, als von da ab die Posteinnahmen zur Staats 
kasse verrechnet wurden, während die Leitung des Postbetriebes noch der Familie Paar 
verblieb. Erst 61 Jahre später übernahm die Regierung die gesamte Verwaltung des 
Postwesens selbst. 
Mit den österreichischen Posten wurden anfangs nur Briefe und kleine Pakete befördert; 
späterhin jedoch dehnte sich ihre Wirksamkeit auch auf den Personentransport aus, 
und schon um die Mitte des 17. Jahrhunderts konnte mau sich der Posten zu Reisen be 
dienen. Gerade dieser Dienstzweig wurde besonders gepflegt, und die natürliche Folge 
davon war, daß die österreichischen Fahrposten bald in sehr gutem Rufe standen und sich 
beim reisenden Publikum großer Beliebtheit erfreuten. 
Unter der unmittelbaren Verwaltung des Staates hat die Entwickelung des öster 
reichischen Postwesens im Laufe des 19. Jahrhunderts rasche Fortschritte gemacht, was 
nicht zum wenigsten dem Umstande zuzuschreiben ist, daß die österreichische Postbehörde 
mit großer Sorgfalt den Gang des Verkehrs beobachtete und es sich angelegen sein ließ, 
den hervortretenden Bedürfnissen durch Einführung von Verbesserungen Rechnung zu 
tragen. Den durch die Lage des Landes begünstigten Handelsbeziehungen zum Orient
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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