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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1785255827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188456
Document type:
Monograph
Title:
Statistik der Evangelischen Liebestätigkeit (Halboffene und Offene Fürsorge) und Jugendarbeit
Place of publication:
Berlin-Dahlem
Publisher:
Wichern-Verl.
Year of publication:
1928
Scope:
XIII, 689 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Index

Document type:
Monograph
Structure type:
Index
Title:
Orts-Register
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

384 
Drittes Buch. Der Liberalismus 
Beeilen wir uns aber, zu dem Volkswirtschaftler zu kommen, der 
die Hauptfigur dieses Kapitels bilden soll, zu John Stuart Mill 1 ). In 
ihm sollte die klassische Nationalökonomie in gewisser Weise ihren Höhe 
punkt erreichen, und mit ihm beginnt auch ihr Verfall. Er verkörpert um 
die Mitte des XIX. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Kurve. Was aber 
seine Persönlichkeit so anziehend und beinahe dramatisch macht, ist, daß 
er das sehr klare Gefühl hatte, zwischen zwei volkswirtschaftlichen Schulen 
wie zwischen zwei Welten zu hangen, einer, die ihn mit dem starken Einfluß 
seiner Erziehung, durch die utiütaristische Philosophie, mit der er genährt 
worden ist, festhält, und der zweiten, die ihn durch die neuen Horizonte 
anzieht, die Saint-Simon und Auguste Comte ihm eröffnen. In der ersten 
Hälfte seines Lebens war er hauptsächlich Individualist; in der zweiten 
mehr Sozialist, aber unter Hochhaltung seines Glaubens an die Freiheit. 
Daher kommen die häufigen Widersprüche in seinen Schriften und sogar 
seine radikalen Wandlungen, wie seine berühmte Bekehrung in bezug auf 
das Lohngesetz. In seinem Werke erscheinen die klassischen Doktrinen 
wie endgültig festgelegt, in so klaren Formeln sind sie kristallisiert, und 
doch beginnen diese schönen Kristalle bereits unter dem warmen Hauch 
einer neuen Zeit zu schmelzen. 
Er hat erklärt, wie es später die Theoretiker der reinen Ökononb e 
taten, daß „die vergleichenden Wertungen des Ethikers in der National 
ökonomie nichts zu schaffen haben“, aber er ist es auch, der an einer anderen 
Stelle schreibt: „wenn man zwischen dem Kommunismus mit allen seinen 
Gefahren und dem gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft wählen müßte- 
in dem der Arbeitsertrag im umgekehrten Verhältnis zur Mühe, die er 
sondern konstitutionelles Recht, und wo ein jährlicher Preis sein Gedächtnis lebend'? 
hält). Er trat später in den diplomatischen Dienst über und wurde als Minister des 
Papstes Pius IX. 1848 in Rom ermordet. 
') John Stuart Mill wurde im Jahre 1806 geboren, als Sohn des Volkswirt" 
schaftlers James Mill, von dem wir schon gesprochen haben. Er erhielt von seine'» 
Vater eine wirklich übermenschliche Erziehung, die jeden anderen als ihn schwach 
sinnig gemacht haben würde. Mit 10 Jahren hatte er die gesamte Geschichte nn 
die lateinische und griechische Literatur durchgenommen. Mit 13 Jahren kannte e ~ 
die Geisteswissenschaften und die Philosophie und hatte eine Geschichte Roms S e 
schrieben. Mit 14 Jahren wußte er alles das, was man zu jener Zeit in der Nation» 
Ökonomie kannte. 1829, 23 Jahre alt, veröffentlichte er seine ersten Essais über Vol* 
Wirtschaft, 1843 ein großes philosophisches Werk: System of Logic, das den Grün 
stein zu seinem Ruhme legte, und 1848 seine bewunderungswürdigen Princip ' 
of political Economy. Im Berufsleben bekleidete er eine hohe Stellung in der 
indischen Kompagnie bis zu deren Aufhebung im Jahre 1853. Von 1865—1868 * 
er Mitglied des Unterhauses. Nach dem Tode seiner Frau, die an mehreren sei 
Bücher und besonders an dem über Liberty (1859) mitgearbeitet hatte, verbra® 
er, da er sich nicht von ihrem Grabe trennen wollte, die letzten Jahre seines L® 
(1859—1873), in Frankreich (in Avignon) (außer den Jahren, die er dem Unter 
angehörte). Er hat selbst sein Leben in seiner Autobiography erzählt, un< ’_ e ® ^ 
ganz besonders interessant, darin seine Entwicklung zu sozialistischen Ideen zu verto g
	        

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Thomson’s Manual of Pacific Northwest Finance. Thomson’s Statistical Service, 1930.
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