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Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

Monograph

Identifikator:
1786228629
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177385
Document type:
Monograph
Author:
Fabian, Dora http://d-nb.info/gnd/119486555
Title:
Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Laub
Year of publication:
1928
Scope:
46 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
  • Title page
  • Kolonien als Einwanderungsgebiete
  • Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
  • Das Eingeborenenproblem
  • Braucht Deutschland Kolonien ?
  • Die Aufgaben der Internationale
  • Contents

Full text

industrie — wenn auch in viel geringerem Umfange — den eng- 
lischen Fabrikherren gefährlich zu werden, und auf ihr Betreiben 
ist es zurückzuführen, daß im Unterhaus ein Gesetz angenom- 
men wurde, das die Arbeit für Kinder unter 7 Jahren verbietet 
und auf 9 Stunden für Kinder unter 12 Jahren beschränkt. Eine 
gefährliche Bundesgenossenschaft! Und die Tatsache, daß von 
den Mindestforderungen, die die indische Arbeiterschaft im Jahre 
1884 aufgestellt hat, bis heute nur ein kleiner Teil erfüllt ist, 
genügt, um zu beweisen, wie wenig die Arbeiterschaft von den 
Danaergeschenken der Kapitalisten zu erwarten hat, auch wenn 
zeitweise eine Interessengemeinschaft vorzuliegen scheint. 
Indien hatte seine größte Bedeutung für das englische Mutter- 
land in der Zeit, da das Reich selbst noch im Anfang seiner 
Kapitalisierung und Industrialisierung stand. Damals war die 
erste Notwendigkeit: Kapital für das Inland zur Schaffung der 
Industrie. Durch Ausbeutungswirtschaft, Ausfuhr von Gold; 
Besteuerungen und Tribute wurden die großen „indischen Ver- 
mögen‘ geschaffen, die das einheimische Kapitalbedürfnis be- 
friedigten. Die zweite Phase setzte ein, als nicht mehr die 
indischen Werte nach England strömten, sondern englische 
Kapitalien in Indien angelegt wurden, um in Indien „das Gerüst 
der europäischen Zivilisation zu unterhalten‘. Die in Indien an- 
gelegten englischen Vermögen werden für das Jahr 1916 auf 
390 Millionen Pfund geschätzt. Für die englischen Kapitalisten 
hatten diese im Ausland in Tropenpflanzungen, in Baubetrieben 
und Fabriken angelegten Kapitalien neben den „zivilisatorischen“ 
noch einige realere Nebenzwecke. Indien hat heute an die Aktio- 
näre und Gläubiger des Mutterlandes jährlich rund 30000 000 
Pfund an Abgaben zu zahlen. Das Land, das, wie Demangeon 
feststellt, „von Grund auf und dauernd verschuldet ist‘, zahlt 
seine Schuld in Waren. Wie es aber anfängt, den Wert seiner 
Waren zu erhöhen, indem es zur Gründung von Standort- 
industrien, schreitet, um mit Fertigwaren die Schuld an das 
Gläubigerland zu decken, setzt eine neue Periode der kolonialen 
Entwicklung ein: das in Indien investierte Kapital beginnt, sich 
gegen die Kapitalisten zu wenden, die aus ihm ihren Nutzen 
ziehen wollen; es verhindert den Aufstieg der Industrie des 
Mutterlandes, Damit wird für die englische Arbeiterschaft kolo- 
niale Betätigung zur größten Gefahr. Durch Verengerung des 
einheimischen Arbeitsmarktes, infolge der Konkurrenz 
ler überseeischen Arbeiterschaft werden ihr 
Aufstieg und Arbeitskämpfe ungeheuer erschwert. - 
Die indische Arbeiterschaft befindet sich heute in der gleichen 
Situation, in der die englische Arbeiterschaft sich zu Beginn 
des vorigen Jahrhunderts befand. Mit der Entwicklung der 
Industrie geht die Verelendung der breiten Massen Hand in 
IC
	        

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Weltwirtschaftsleere Und Weltwirtschaft. Verlag des Hauslehrers, 1928.
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