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Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

Monograph

Identifikator:
1786228629
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177385
Document type:
Monograph
Author:
Fabian, Dora http://d-nb.info/gnd/119486555
Title:
Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Laub
Year of publication:
1928
Scope:
46 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
  • Title page
  • Kolonien als Einwanderungsgebiete
  • Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
  • Das Eingeborenenproblem
  • Braucht Deutschland Kolonien ?
  • Die Aufgaben der Internationale
  • Contents

Full text

Kapitalausfuhr. Aber auch diese Beziehung beginnt sich zu 
lockern. Das Kapital des Mutterlandes kämpft um die Anlage 
in den eigenen Kolonien heute genau so mit der Konkurrenz der 
ausländischen Kapitalmacht wie um jedes andere Gebiet. 
Besondere Aktualität erlangten in den letzten Monaten die 
Vorgänge in Ägypten. Aber die wirtschaftlichen Ursachen 
liegen weit zurück. 
Als zu Beginn des Krieges der Kurs für ägyptische Baum- 
wolle enorm sank, hat das Mutterland nichts dagegen getan, 
sondern die Konjunktur ausgenutzt und zu sehr billigen Preisen 
Baumwolle gekauft. Als 1917 die Preise wieder anzogen, ist 
die englische Regierung selbst als Käufer auf dem Baumwoll- 
markt aufgetreten und hat die gesamte Ernte weit unter Preis 
aufgekauft. Dadurch konnte sich die Industrie noch einige Zeit 
über Wasser halten, aber diese Möglichkeiten bestehen heute 
nicht mehr, seitdem die überseeischen Länder beginnen, sich zu 
schützen. So hat Ägypten seinen Baumwollanbau stark um- 
gestellt; es hat die Spezialisierung seiner Landwirtschaft auf 
Baumwolle beseitigt, indem es für ein Drittel seines Bodens 
deren Anbau verboten hat. 
Im Jahre 1924 gab der Mord an dem englischen Oberbefehls- 
haber den Engländern den Vorwand zu dem entscheidenden 
Schlag, Der Sudan wurde dem bisherigen Mitbestimmungsrecht 
der Ägypter entzogen und die riesige Baumwollplantage in ein 
englisches Baumwollmonopol umgewandelt, Durch das Preis- 
diktat wurden vor allem die kleinen Baumwollzüchter vernich- 
tet. Schließlich gelang es England, mit Hilfe der ägyptischen 
Koalitionsregierung von Liberalen und Zaghlulisten, 
einen Vertrag durchzusetzen, der. Ägypten vollends. dem eng- 
lischen Baumwollkonzern ausliefert. 
Die australische Industrie stellt zwar noch keine 
ernsthafte Konkurrenz auf dem Weltmarkt dar, ihren eigenen 
Markt aber hat sie zu einem guten Teil erobert und von der 
Einfuhr der Industrieerzeugnisse des Mutterlandes unabhängig 
gemacht. Die Eisenindustrie erzeugte schon 1918 über 150000 t 
Schienen, Stahlplatten und Stahldraht; Spinnereien und Webe- 
reien wurden erst vor kurzem in größerem Stile errichtet. 
Australien selbst zeigt heute schon durchaus offen imperia- 
listische Bestrebungen. Es sucht den Seeweg nach dem Panama- 
kanal und gibt deutlich zu erkennen, daß es. Interesse an den 
Hebriden hat. Die Fidschi-Inseln, die offiziell als Kronkolonie 
gelten, sind in Wirklichkeit ein Teil des australischen Dominions. 
Seine Stellung hat sich weiter dadurch verstärkt, daß es Neu- 
Guinea, den Bismarckarchipel und die Salomoninseln als Mandat 
des Völkerbundes erhalten hat und dadurch. zum Hauptprodu- 
zenten von Kopra in den Südmeeren geworden ist.
	        

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Arbeiterschaft Und Kolonialpolitik. Laub, 1928.
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