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Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

Monograph

Identifikator:
1786228629
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177385
Document type:
Monograph
Author:
Fabian, Dora http://d-nb.info/gnd/119486555
Title:
Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Laub
Year of publication:
1928
Scope:
46 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Das Eingeborenenproblem
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
  • Title page
  • Kolonien als Einwanderungsgebiete
  • Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
  • Das Eingeborenenproblem
  • Braucht Deutschland Kolonien ?
  • Die Aufgaben der Internationale
  • Contents

Full text

nach sechs Wochen ausgezahlt, aber auch dann wird noch der 
Lohn von vier Wochen zurückbehalten. Verlangt der Arbeiter 
einen „Vorschuß“, d. h. einen Teil des Lohnes, den er längst ab- 
gearbeitet hat, so muß er dafür Zinsen zahlen. Bleibt ein Arbeiter 
einen Tag unentschuldigt von der Arbeit fern, so wird der Lohn 
der letzten vier Wochen einbehalten. Auf diese Weise werden 
den Arbeitern Bombay jährlich 11 000 Pfund Sterling gestohlen. 
Um so höher sind die Gewinne der Kapitalisten. In einzelnen 
Jutefabriken werden alljährlich doppelt so viel Dividende aus- 
geschüttet wie Löhne gezahlt; Brailsford hat festgestellt, daß 
20% Gewinne der Durchschnitt sind, daß aber auch Dividende 
von 200 bis 250%, in einem Falle sogar von 400% ausgeschüttet 
wurden. Dabei geht man wohl kaum fehl in der Annahme, daß 
in Indien ebensowenig wie in unseren großen Unternehmungen 
lie Dividende wirklich die Höhe der Gewinne repräsentiert. 
Die japanische Konkurrenz hat die indischen Unternehmun- 
gen veranlaßt, zu „rationalisieren‘. Damit hat die schamlose 
Ausbeutung ihren Höhepunkt erreicht. Das bedeutete Lohn- 
senkung um ein Fünftel und straffe Einhaltung der 60-Stunden- 
Woche. Um darauf mit einem Streik zu reagieren, dazu bedurfte 
es wahrhaftig einer bolschewistischen Hetze nicht. Auch 
Bürgerliche schildern die Lage der indischen Arbeiterschaft als 
völlig trostlos. M. G. Desai, der sich auf Burnett Hurst (Arbeit 
und Wohnung in Bombay) stützt, schreibt: 
„Die Arbeiter schlafen gewöhnlich in den Straßen, auf offe- 
nen Plätzen, in Verandas, in Korridoren, in Höfen. 53% aller 
Industriearbeiter Bombays bezahlen keine Wohnungsmiete, 
weil sie keine zu bezahlen vermögen. Wer aber eine Wohnung 
hat, lebt unter Umständen noch schlechter als diejenigen Ar- 
beiter, welche im Freien übernachten müssen, Die schlechtest- 
bezahlten dieser Arbeiter wohnen in Hütten, deren Wände und 
Dächer aus zurechtgebogenen Blechen alter Petroleumkannen 
bestehen. Es gibt da keine Fenster. Der Fußboden befindet sich 
drei Zoll über der Erde; wenn der Monsunregen fällt, wird er 
gewöhnlich überschwemmt.. Ist es zu verwundern, wenn von 
1000 Kindern, die in der Stadt geboren werden, 572 im ersten 
Lebensjahre sterben? . . . Das grauenhafte Bild von Kinderelend, 
das sich hier abwickelt, wird nur ergänzt durch die Tatsache, 
daß 98% aller Arbeiterkinder mit Opium eingeschläfert werden, 
damit die Mutter in die Fabrik gehen kann. So kommt es, daß 
das durchschnittliche Lebensalter‘ des indischen Arbeiters nur 
23,5 Jahre beträgt, während man beim europäischen Arbeiter 
mit rund 40 Jahren rechnen darf.“ 
Fast am hoffnungslosesten liegen die Verhältnisse in Süd- 
afrika, denn dort ist die ganze Wirtschaftspolitik noch darauf 
eingestellt, daß die ursprüngliche holländische Kolonie am Kap 
37
	        

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Arbeiterschaft Und Kolonialpolitik. Laub, 1928.
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