Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Arbeiterschaft und Kolonialpolitik

Monograph

Identifikator:
1786228629
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177385
Document type:
Monograph
Author:
Fabian, Dora http://d-nb.info/gnd/119486555
Title:
Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Laub
Year of publication:
1928
Scope:
46 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Braucht Deutschland Kolonien ?
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
  • Title page
  • Kolonien als Einwanderungsgebiete
  • Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
  • Das Eingeborenenproblem
  • Braucht Deutschland Kolonien ?
  • Die Aufgaben der Internationale
  • Contents

Full text

Insgesamt bevölkerten 1913 die deutschen Kolonien 23 952 
Deutsche, eine Zahl, die bevölkerungspolitisch überhaupt keine 
Rolle spielt und von der überdies noch die Zahl 5000 der Schutz- 
truppen abzuziehen ist. Wie wenig diese Zahl bedeutet, ergibt 
sich weiter daraus, daß von den 32 Millionen Auslanddeutschen 
vor dem Kriege rund ı4 Millionen auf die überseeischen Länder 
entfielen. Auswanderungsziel waren trotz der umfangreichen 
und kostspieligen Kolonialpropaganda nicht die afrikanischen 
Sandwüsten, sondern die amerikanischen Industriegebiete. Im 
Ernst kann heute niemand behaupten, daß die Verhältnisse sich 
etwa ändern würden, wenn wir die ehemaligen deutschen Ko- 
lonien zurückerhielten, Erforderten sie bereits vor dem Kriege 
Zuschüsse aus Reichsmitteln von insgesamt etwa einer halben 
Milliarde, so besteht kein Grund, anzunehmen, daß sich das ge- 
ändert haben sollte. Nicht einmal zur Kapitalinvestition konn- 
ten die deutschen Kolonien vor dem Kriege in irgendwie wesent- 
lichem Maße herangezogen werden. Das gesamte in den Kolo- 
nien angelegte Kapital betrug 1913 370 Millionen bei einem 
Gesamtauslandskapital von etwa 40 Milliarden. 
Und’ die Rolle des „Kulturbringers‘“ schließlich — mit der 
Nilpferdpeitsche — ist eine Mission, die wir den Kolonial- 
offizieren vom Schlage Lettow-Vorbecks nicht ein zweites Mal 
übertragen möchten. 
Mit aller Deutlichkeit und Entschiedenheit muß sich die 
deutsche Sozialdemokratie gegen koloniale Unternehmungen 
aller Art — sei es nun in der offenen Form der Kolonie oder der 
verschleierten des Kolonialmandats — zur. Wehr setzen. Das 
ist bisher leider nicht mit der notwendigen Klarheit geschehen. 
Es ist eine durchaus zweideutige und unklare Formulierung, 
wenn der außenpolitische Redner der Sozialdemokratie, Genosse 
Breitscheid, in der Reichstagsdebatte vom 24. Juni 1927 sich zwar 
gegen eine „aktive Kolonialpolitik‘“ aussprach, aber das „Recht 
der Betätigung des Deutschtums in der ganzen Welt forderte“. 
Was darunter zu verstehen ist, ist um so unklarer, als in der- 
selben Rede ausdrücklich betont wurde, daß die Minderheiten- 
frage für Deutschland kaum eine Rolle spiele, und die nationalen 
Minderheiten sich heute „nicht beklagen könnten“, 
Um was also geht es? Rest1ose Klarheit ist in dieser 
Frage, in der wir uns in absoluter Gegnerschaft zu sämtlichen 
bürgerlichen Parteien befinden, eine besonders drin- 
gende Notwendigkeit! 
Schließlich bleibt von allen Argumenten der Kolonialpoli- 
tiker in Deutschland nur noch .das letzte: das „Prestige“ 
Deutschlands. Für sozialistische Politik dürften solche Gefühls- 
momente einen politisch ernsthaft zu wertenden Faktor über- 
haupt nicht darstellen. Aber wenn wir uns schon damit ausein-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Arbeiterschaft Und Kolonialpolitik. Laub, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.