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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
1794857001
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185187
Document type:
Monograph
Title:
Statistik der evangelischen Liebestätigkeit
Place of publication:
Berlin-Dahlem
Publisher:
Wichern-Verl.
Year of publication:
1925
Scope:
XI, 760 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Diakonissen-Mutterhäuser. Heimathäuser für Schwestern. Diakonen-Anstalten und Ausbildungsstätten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

235 
8 73. 
Der Staat und die Aktiengesellschaften. 
Zur Reform des Aktienwesens, Drei Gutachten von Wiener, Goldschmidt, 
Behrend. Schrift, d. V. £. Sozialpolitik 1878. 
Wiener, Kritik des Gesetzentw. betr. die Aktienges. Leipzig 1883. 
Behrend, Lehrbuch des Handelsrechts I, II. Berlin 1896. 
Lehmann, Recht der Aktiengesellschaften, Bd. I. Berlin 1898. . 
L. Weyl, Handbuch des deutschen Aktiengesellschaftsrechts. Freiburg i. B. 
md Leipzig 1896. (2. Teil.) 
"sack, Lehrbuch des Handelsrechts. 5. Aufß. Stuttgart 1900. 
Bis zum Jahre 1870 war in Deutschland und in den meisten 
anderen Ländern die Gründung einer Aktiengesellschaft, wie ausge- 
führt, von der staatlichen Konzession abhängig, und man hat vielfach 
zemeint, daß gerade die Beseitigung dieser Schranke nach der Be- 
andigung des deutsch-französischen Krieges die Hochflut und ebenso 
den darauffolgenden Zusammenbruch einer großen Zahl derselben ver- 
schuldet hat. Es ist dies leicht als ein Irrtum zu erkennen, wenn 
man sich vergegenwärtigt, daß in Oesterreich die Schranke zu jener 
Zeit noch nicht gefallen war, und die Kalamität dort noch größere 
Dimensionen angenommen hatte als in Deutschland. Der Staat kann 
nicht im einzelnen Falle die Verhältnisse genügend untersuchen, um 
richtig zu entscheiden, ob die Bedingungen für eine Gründung ange- 
messen und die sich dazu meldenden Unternehmer die geeigneten sind. 
Er nimmt damit eine Verantwortung auf sich, der er nicht gewachsen 
ist. Mißgriffe sind unvermeidlich, und das Publikum, das dadurch 
Verluste erleidet, macht ihn dann mit Recht dafür verantwortlich. Die 
Zahl der Gründungen in Zeiten enragierter Spekulation zu beschränken, 
ist dem Drängen des Publikums gegenüber außerordentlich schwierig 
und die Auswahl überaus mißlich. Die Verzögerungen bis zur 
Konzessionserteilung lassen leicht für die Unternehmer den günstigen 
Moment verpassen, und die Gefahr der Ausbildung von Nepotismus 
und Bestechlichkeit fällt gleichfalls ins Gewicht. Mit vollem Recht 
ist daher das Konzessionssystem für die Aktiengesellschaften im allge- 
meinen beseitigt und wohl für alle Zeit. Nur bei gewissen Unter- 
nehmungen, wo es das wirtschaftliche Interesse der Gesamtheit und 
die Schutzlosigkeit des Publikums besonders verlangt, erscheint es 
das geringere Uebel, wie bei den Eisenbahnen, den Versicherungs- 
gesellschaften etc, Als Ersatz ist eine besondere Gesetzgebung, „ein 
Aktienrecht“ geschaffen, welches uns hier etwas näher zu beschäf- 
tigen hat. 
In Deutschland suchte, wie erwähnt, das Gesetz von 1884 die 
Verhältnisse allseitig zu regeln, besonders Betrügereien bei dem Grün- 
dungsvorgang zu verhüten und durch erweiterte Haftung der Gründer 
das Publikum vor dem Gründungsschwindel zu sichern. Es hat dann 
durch das Handelsgesetzbuch von 1897 eine weitere Ausbauung er- 
fahren. 1. Hiernach ist für die Gründung einer Aktiengesellschaft 
die Vereinigung von wenigstens 5 Personen, in England und Frank- 
reich 7, mit mindestens je einer Aktie die Vorbedingung einer Grün- 
dung. Die Aktien oder Interimsscheine müssen auf einen Betrag von 
mindestens je 1000 Mk. lauten. Namensurkunden zu geringerem Be- 
trage, jedoch nicht unter je 200 Mk. sind nur ausnahmsweise, z. B. für 
yemeinnütziee Unternehmungen oder bei sonst besonders erschwerenden 
Deutsches 
Atienrecht.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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