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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

102 ERSTER TEIL: GEOGRAPHISCHE GÜTERLEHRE 
Hundertteile der Welterzeugung gestiegen. Im Erntejahre 1927/28 betrug sie 
rund 37% der auf 25,3 Mill. t berechneten Weltzuckerernte. Doch wird sie 
voraussichtlich ihren alten Vorrang niemals wiedergewinnen, 
Alle Zucker bauenden Länder haben einen starken Eigenverbrauch, 
und nur die Großerzeuger vermögen erhebliche Mengen zu exportieren. 
Die Hauptausfuhrländer für Rohrzucker sind Kuba und die übrigen 
Antillen, Hawaii, die Philippinen und Java mit Madura, während das 
dichtbevölkerte Indien noch erhebliche Mengen einführen muß. Von 
den Rübenländern hatte vor dem Kriege Deutschland die größte Aus- 
fuhr, namentlich nach England, aufzuweisen; ihm folgten Österreich- 
Ungarn und Rußland. Jetzt steht die Tschechoslowakei sehr erheblich 
vor den Niederlanden, Frankreich, Polen und Deutschland. — Be- 
merkenswert sind die Unterschiede im Verbrauch des Zuckers bei 
den verschiedenen Völkern. Engländer und N. ordamerikaner, sodann die 
nordeuropäischen Völker sind die stärksten Zuckeresser (vgl. Abb. 76). 
Die Vorliebe für süße Speisen und Getränke mag die Ursache dafür sein. 
Daraus erklärt sich, daß die Union und England weitaus die 
wichtigsten Zuckereinfuhrländer sind. Auffallend ist andrerseits 
der geringe Zuckerverbrauch zum Beispiel in den südeuropäischen Län- 
dern, deren Bewohner in der Fülle stark zuckerhaltiger Früchte einen 
Ersatz für den künstlich bereiteten Zucker finden (Italiener rund 8 kg). 
TABAK 
Ein Reizmittel, das sich seit dem Entdeckungszeitalter die ganze 
Welt erobert hat, ist der Tabak, eine jener wenigen Kulturpflanzen, 
die von Amerika aus in der Richtung nach Osten die Reise um die 
Welt vollendeten. — Auch der Tabak ist ursprünglich eine tro- 
pische Höhenpflanze. Er hat aber unter allen Tropengewächsen 
neben der Kartoffel die größte Anpassungsfähigkeit bewiesen, 
denn er wird in Skandinavien bis über 60° hinaus gebaut. Ja, mehr 
als die Hälfte der Welternte (im Mittel etwa 1,5 Mill. t) wird heute in 
den wärmeren Ländern der gemäßigten Zone erzeugt. Allerdings ist 
die Güte des Tabaks wie bei kaum einer anderen Pflanze je nach 
den Klima- und den Bodenverhältnissen sehr verschieden. Die besten 
Sorten gedeihen in der heißen Zone. Dort liegen die westindischen 
und ostindischen Inseln, die die feinsten Tabaksorten liefern. Die 
Blätter Kubas (Vuelta da Abajo südwestlich von Habana), Mexikos 
und der Nordostküste von Sumatra werden am meisten geschätzt, 
‚In bezug auf 
die Menge steht 
heute die Union 
obenan, die vor 
allem in den mitt- 
leren Oststaaten 
$,mehrals ein Drittel 
der Welternte, er- 
heblich mehr als 
das gesamte Euro- 
pa, hervorbringt. 
SS TbaKanbau 
1LUCKEFPORNFENÖR 
77. Tabak- und Zuckerrohranbau in Westkuba. 
(Nach V. Dubat.)
	        

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Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
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