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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

V. DIE PLANTAGENLÄNDER DER ERDE 
Eurooa 3.6 Mi 
“ 
% 
NOT 
7 
' ORIOB8 Frkr36 Vbr Europa 25 9Mil 
Amerika im ganzen 41,3 Mill. 
VER IGHNEN ; 
as, Asien 783 Mill. 
Indien dep. CFina 
87 60 30Mill. I 
90. Zahl der Baumwollspindeln der Welt 1927. 
Welt 41%, 1926 nur noch 34%, in derselben Zeit stieg Nordame- 
rikas Verbrauchsanteil von 25 auf 27,6%, der Asiens von 21 auf 26,9%. 
Diese Entwicklung aber ließ bei den europäischen Baumwollspinnern 
die Sorge um ihren Rohstoff erneut, wie zur Zeit des Sezessionskrieges, 
lebendig werden, und die Kolonialmächte, namentlich England, aber 
auch Frankreich, Belgien, die Niederlande, betrieben mit allen Mitteln 
und auch mit gutem Erfolg die Steigerung des Baumwollanbaus in 
ihren dafür geeigneten überseeischen Ländern. Inzwischen brachten 
die ungewöhnlich reichen Ernten der letzten Jahre sogar ein Über- 
angebot und Absatzkrisen auf dem Baumwollweltmarkt. Damit hat 
die Baumwollfrage wieder ein anderes Gesicht bekommen. Für die 
Vorrangstellung der Union ist vor allem die schnelle Steigerung in 
der Gewinnung der erstklassigen afrikanischen Faser bedrohlich, daher 
auch die Versuche, ägyptische Sorten in ihren westlichen Baumwoll- 
gebieten anzubauen. In neuester Zeit wurde die gesamte Lage noch 
dadurch beeinflußt, daß der Baumwolle in der enorm raschen Zunahme 
der Verarbeitung von Kunstseide zu allerlei Bekleidungsgegenständen 
ein gefährlicher Nebenbuhler erstand. Allerdings wurde diese Gefahr 
später wieder dadurch vermindert, daß die Kunstseidenfabrikation jetzt 
den künstlichen Seidenfäden Baumwollfasern beimischt. Jedenfalls ist 
die Welt wenigstens für.die nächste Zeit von der Sorge um die Be- 
schaffung der wichtigsten Spinnfaser befreit. Freilich werden auch 
weiterhin alle die europäischen Länder, die keine Kolonien besitzen — 
so auch Deutschland —, für die Beschaffung der Rohbaumwolle er- 
hebliche Summen den glücklichen Besitzern zahlen müssen. Für Deutsch- 
land betrug diese Summe 1927 weit mehr als drei viertel Milliarden A 
— 13. pro Kopf der Bevölkerung. 
Die Baumwollindustrie der Vereinigten Staaten war zuerst in Neu- 
England zu Hause, wo sie Überfluß an Wasserkräften und einen für die Her 
stellung feiner Gewebe günstigen hohen Feuchtigkeitsgehalt der Luft vorfand, 
während die Nachbarschaft des Meeres den Versand erleichterte. Dort, nament- 
lich im Staate Massachusetts, lag bis vor kurzem der Schwerpunkt der Cotton- 
industrie, und auch heute noch steht dieser Staat hinsichtlich des Verbrauchs 
an Rohbaumwolle an zweiter Stelle unter den Staaten der Union. Aber all- 
mählich verbreitete sich die Baumwollindustrie längs der ganzen Ostabdachung 
der Appalachen immer weiter südwärte. Und heute liegt ihr Schwerpunkt in 
den baumwollerzeugenden Südstaaten, auf die von den rund 37 Millionen 
Spindeln der Vereinigten Staaten fast zwei Drittel entfallen. Immer mehr wird 
Qu
	        

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Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
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