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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

54 ERSTER TEIL: GEOGRAPHISCHE GÜTERLEHRE 
die klimatischen Vorteile ihrer südostasiatischen Heimat gewähren. Die 
Ausfuhr der Vereinigten Staaten ist noch gering und geht zu acht 
Zehnteln nach Kanada. Aber in England tritt doch Amerika auch 
schon auf dem europäischen Agrumenmarkt als Mitbewerber auf. 
Von den übrigen Südfrüchten sei noch der Mandeln von Italien, 
Spanien und Palästina, der Feigen von Italien, Griechenland, Klein- 
asien (Smyrna) und Algier, der Datteln von Algier und in edelster 
Fruchtform von Tunis kurz Erwähnung getan. 
Tropische Früchte. Die tropischen Früchte konnten als Welt- 
handelsartikel erst Bedeutung erlangen, nachdem die gesteigerte Schnel- 
ligkeit der Verkehrsmittel und die Erfindung der Kühlanlagen es ermög- 
lichten, sie in frischem Zustand auf weite Entfernungen zu transportieren. 
Unter diesen Voraussetzungen hat in den letzten Jahren die Banane 
in unglaublich kurzer Zeit einen Siegeszug durch die ganze Welt voll- 
endet. Selbst auf den kleinen Bahnstationen Lapplands wird sie dem 
Reisenden als willkom- 
mene Erfrischung ange- 
boten. — Die Banane ist 
eine echt tropische Pflan- 
ze, die bei tiefgründigem 
Boden hohe mittlere Jah- 
reswärme und reiche 
Niederschläge verlangt. 
Jede Pflanze treibt in 
8 —9 Monatenimmer nur 
einen Büschel, der in 
6—9 „Händen“ 100—150 
Früchte trägt. Dergrößte 
Feind der Bananenkultur 
ist die Gewalt tropischer 
Wirbelstürme, die oft A re e————————— —— 
ganze Pflanzungen in we- 5. Bananenernte und Wirbelstürme auf Jamaika. 
. . x (Nach R. Lütgens.) 
nigenMinutenvernichtet. 
Von den zahlreichen Spielarten der Gattung Musa ist die sogenannte 
Obstbanane zur Welthandelsware geworden, während die Mehlbanane 
als Nahrungsmittel der Eingeborenen die größere Rolle spielt. In 
Südostasien beheimatet, wurde die Banane über die Kanarischen Inseln 
von den Spaniern Anfang des 16. Jahrhunderts nach Westindien 
and Mittelamerika gebracht, wo sie die günstigsten Wachstums- 
bedingungen vorfand und sich seit dem letzten Drittel des 19. Jahr- 
hunderts zu einem Exportgut ersten Ranges entwickelte. Von Jamaika 
und Kuba griff der Anbau im großen bald nach dem mittelamerikanischen 
Festland und nach Kolumbien über. Das neueste Ausbreitungsgebiet 
ist das Ufergelände des Gatunsees in der Panamakanalzone. Heute 
liegt der Schwerpunkt der Erzeugung in den Tieflandsgebieten der 
Karaibischen Küste. Da die dort ansässige Küstenbevölkerung bei 
weitem nicht die nötigen Arbeitskräfte zu stellen vermag, wurden 
Neger aus Jamaika und anderen westindischen Inseln in großen Mengen 
herbeigezogen.
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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