Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

IV. DIE WÄLDER DER ERDE UND IHRE JHAUPTERZEUGNISSE 
IV. DIE WÄLDER DER ERDE UND IHRE 
HAUPTERZEUGNISSE 
VERBREITUNG UND ARTEN DES WALDES 
Die klimatischen Bedingungen der Waldverbreitung. Die geo- 
graphische Verbreitung der Waldgebiete ist geknüpft an ein gewisses 
Maß von Wärme und von Niederschlägen. Jedoch ist es für die Lebens- 
fähigkeit des Waldes nicht nötig, daß diese Bedingungen ununter- 
brochen das ganze Jahr über herrschen. Es genügt, wenn sie während 
eines größeren oder kleineren Teiles des Jahres erfüllt sind. Der Baum 
legt dann sein Wachstum, seine Blüten- und Fruchtbildung, d. h. seine 
Vegetationsperiode, in diese Zeit des Jahres und ruht während der 
anderen Monate. In den dauernd warmen und regenreichen Tropen 
ist die Vegetationsperiode gewissermaßen unendlich; in den polaren 
Waldgebieten dagegen beträgt sie nur 2 bis 3 Monate. Zwischen diesen 
beiden Grenzfällen gibt es naturgemäß alle Abstufungen. In unseren 
Breiten dauert die Vegetationszeit je nach der Baumart 4 bis 7 Monate. 
Aus dem Gesagten erhellt, daß da, wo die Mindestbedingungen an 
Wärme und Niederschlägen für das Gedeihen der Bäume nicht erfüllt 
sind, auch keine Wälder aufkommen können. So gibt es auf beiden 
Halbkugeln eine polare Waldgrenze, vergleichbar den polaren Ge: 
treidegrenzen, und gleicherweise eine Höhengrenze in den Gebirgen. 
Ebenso sind die extrem trockenen Steppen und Wüstengebiete der 
Subtropen vom Waldwuchs ausgeschlossen, so daß man auch von einer 
Trockengrenze des Waldes sprechen kann: 
Die polaren Waldgrenzen. Da die Holzgewächse in der Regel widerstands- 
fähiger gegen die Kälte sind und einige Arten mit einer kürzeren Vegetations- 
dauer auskommen als die Getreidegräser, so liegt die nördliche Baumgrenze 
im allgemeinen noch etwas weiter polwärts als die Getreidegrenze (s. Abb. 54). Sie 
folgt annähernd der 10°-Isotherme des wärmsten Monats, schwankt aber noch 
mehr als diese auf und ab. Auch für die Baumgrenze gilt wie für die Getreide- 
grenze die Regel, daß sie an der Westseite der Kontinente bedeutend weiter 
polwärts reicht als an deren Ostseite. Im Westen Nordamerikas geht der Baum- 
wuchs bis zum 68,°, an der warmen norwegischen Küste bis zum 72.°. An der 
Labradorküste dagegen hört er bereits bei 57° und an der pazifischen Küste 
Asiens am nördlichen Polarkreis auf. In beiden Fällen drängen die durch die 
Labrador- und die Beringstraße aus dem Becken des Polarmeeres austretenden 
Treibeismassen die Waldgrenze weit südwärts zurück. — Eine weitere Überein- 
stimmung zwischen beiden Vegetationsgrenzen ergibt sich aus der Begünstigung 
des Baumwuchses im Innern der Kontinente. Das Festlandsklima Innerasiens 
mit seinen warmen Sommern läßt die Baumgrenze im Bereiche der Taymir- 
halbinsel ihren überhaupt nördlichsten Punkt bei 73° erreichen. Dagegen ist 
rein ozeanisches Klima — wahrscheinlich wegen der ständig herrschenden Winde, 
die den jungen Baumpflanzen das Aufkommen erschweren — auch der Wald- 
entwicklung. im allgemeinen wenig günstig. — Schwankungen der Baumgrenze im 
einzelnen. werden häufig durch örtliche Verhältnisse verursacht. Besonders be- 
merkenswert in dieser Beziehung ist ihr Ansteigen nach N im Bereiche der 
breiten, nordwärts gehenden Flußtäler Kanadas und Sibiriens, des Yukon, 
Mackenzie, Ob, Jenissei, der Chatanga und Lena. Die Ursachen dafür scheinen 
nicht in den Temperaturverhältnissen zu liegen, sondern in dem besseren Ab- 
zug des Grundwassers im Bereich der Ströme, wodurch die Bildung von Boden- 
eis verhindert wird. — Die südliche Baumgrenze liegt bereits außerhalb 
| 
4
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.