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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
1801857903
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-199077
Document type:
Monograph
Title:
Foreign trade zones (or free ports)
Place of publication:
Washington
Publisher:
United States Government Printing Off.
Year of publication:
1929
Scope:
IX, 322 S
Ill., graph. Darst
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part 2. The free ports of Europe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

; 131 — 
soweit dieselbe konkurrenzfähig ist. Für Roggen ist dagegen Deutsch- 
land mit seinem Bedarf bestimmend, während Rußland das Haupt- 
angebot stellt und diese beiden Länder in der Hauptsache das ent- 
scheidende Wort sprechen. Auch hierbei nimmt die deutsche Land- 
wirtschaft einen mittleren Thünenschen Kreis ein, sie muß daher die 
Preise hinnehmen, wie sie sich aus dem internationalen Handel er- 
geben. Ob hier die Produktion etwas mehr ausgedehnt oder einge- 
schränkt wird, ist im Vergleich zur Produktion aller in Betracht 
kommenden Länder, die in Konkurrenz treten, ohne Bedeutung. Die 
deutsche Landwirtschaft ist außerdem auf den Getreidebau in der 
Hauptsache angewiesen. Die Veränderungen in der Anbaufläche können 
sich daher nur in sehr engen Grenzen bewegen. Auch die bedeutenden 
Schwankungen in den Getreidepreisen der letzten Dezennien haben darin 
keine Veränderungen herbeigeführt. 
Zwei Momente sind es, welche mithin heutigen Tages den Ge- 
treidepreis beeinflussen; einmal das Verhältnis von Angebot und 
Nachfrage, wie es auf den großen Zentralmärkten festgestellt wird, 
anter Berücksichtigung des Ernteausfalles der verschiedenen Länder, 
der Taxe der disponiblen Vorräte und dem gegenüber des erfahrungs- 
zemäßen Bedarfs für die menschliche Nahrung, für Viehfutter und in- 
Justrielle Zwecke, wie z. B. zur Stärkefabrikation. Außerdem sind 
aber, wie erwähnt, die Unkosten bestimmend, welche zur Deckung des 
letzten Bedarfsteiles aufgewendet werden müssen. Ist auch das Ver- 
hältnis von Angebot und Nachfrage sich gleich geblieben, so können 
die Preise doch herabgehen, wenn in den überseeischen Ländern durch 
irgend einen Umstand billiger produziert wird, die Transportkosten 
sich vermindert haben, oder durch Entwertung der Valuta in einem der 
antlegensten Lieferungsländer das Angebot billiger gestellt werden kann. 
Da der Mensch die Natur nicht völlig beherrscht, MißBernten nicht 
verhindert werden können, so schwankt das Angebot von Jahr zu 
Jahr, während dem gegenüber die Nachfrage eine mehr gleichmäßige 
ist, wenn auch schon früher darauf aufmerksam gemacht wurde, daß 
Jieselbe in billigen Jahren sehr viel größer als in teueren ist. Je nach 
dem Ernteausfall in den hauptsächlichsten Produktionsländern wird des- 
halb der Preis von einem Jahre zum anderen erheblichen Schwankungen 
unterliegen. Ja, es läßt sich nachweisen, daß in einem Lande wie 
Deutschland noch heutigen Tages die heimische Ernte einen Einfluß 
auf den Inlandpreis ausübt, und sogar in den einzelnen Landesteilen 
ihn ungleich dem Auslande gegenüber verschiebt, 
Die Furcht vor Mangel oder Ueberfluß treibt nun erfahrungs- 
gemäß die Preise noch über das Verhältnis des Ernteausfalls hinaus. 
Der Engländer King hatte sogar gemeint, ein wirtschaftliches Gesetz 
gefunden zu haben, nach dem diese Verschiebung in potenzierter Weise 
vor sich geht, so daß bei einem Ernteausfall von 5%, der Preis 
etwa um 10% gesteigert werde, bei einem Ausfall von 10%, aber 
um 30% u. s. w. Doch hat die Erfahrung gezeigt, daß solche Regel- 
näßigkeit nicht vorliegt, und außerdem die Kulturentwickelung immer 
3rößere Ausgleichungen herbeiführt. Die verbesserte Kultur vermindert 
erfahrungsgemäß die Mißernten; die größere Manunigfaltigkeit der ge- 
bauten Früchte, die zu verschiedenen Zeiten gesäet und geerntet werden, 
also unter denselben Witterungsverhältnissen ungleich leiden, verringert 
lie Wirkung derselben schon für die Land- und damit für die ganze 
Volkswirtschaft, während der ausgebildete Handel und die verbesserten 
Durch- 
chnitts- 
nreise. 
ahrespreise. 
Cingsche 
Regel.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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