Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Monograph

Identifikator:
1811126022
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-195283
Document type:
Monograph
Title:
Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Mittler
Year of publication:
1929
Scope:
VII, 137 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

— 90 - 
bruchgebieten benachteiligt. Es beträgt z. B. die Entfernung von Striegau in 
Schlesien, wo sich bedeutende Steinbrüche befinden, bis Stettin 354km und bis 
Lauenburg, der östlichsten Kreisstadt Pommerns, 608 km, während sich schon die 
Entfernung; von Striegau bis Marienburg, dem nächstgelegenen Punkte der Provinz 
Ostpreußen, ebenfalls auf 611 km stellt. Bis Königsberg steigt die Entfernung auf 
757 km und für den Nordosten der Provinz (Tilsit bzw. Eydtkuhnen) erreicht sie 
sogar 903 bzw. 910 km. Ostpreußen ist also von den Gewinnungsstätten der Hart- 
gesteine erheblich weiter entfernt als jeder andere deutsche Landesteil, und die 
Straßenbauverwaltungen der Provinz sind deshalb viel stärker als die irgendeines 
anderen deutschen Gebietes durch hohe Frachtausgaben belastet. Zwar besteht 
für die Beförderung von Straßenbaustoffen nach Ostpreußen ein Ausnahmetarif 
der Reichsbahn; doch sind seine Sätze nur um etwa 8 v.H. niedriger als die des 
sonst für Straßenbaustoffe gültigen Tarifs. Durch diese Ermäßigung wird also 
der Nachteil der weit größeren Entfernung Ostpreußens, die nach den oben an- 
gegebenen Zahlen z.B. bei Königsberg mehr als 100% größer ist als bei Stettin 
und bei den entferntesten Teilen Ostpreußens um rund 50% über die des abge- 
{egendsten Teiles von Pommern hinausgeht, nur zu einem sehr geringen "Teil auf- 
gewogen. Allein für die ostpreußischen Provinzialstraßen muß in den nächsten 
Jahren mit einer Belastung durch Eisenbahnfrachten für Straßenbaustoffe in Höhe 
von etwa 1 Million RM. gerechnet werden, so daß ein unverhältnismäßig großer 
Teil des Gesamtaufwandes für die Unterhaltung der Straßen durch Eisenbahn- 
irachten aufgezehrt wird. 
Zu der Mehrbelastung der Provinz Ostpreußen, die sich aus ihrer geogra- 
phischen Lage ergibt, kommen weitere Nachteile aus der geschichtlichen Ent- 
wicklung des Verkehrswesens hinzu. Nachdem Kunststraßen mit durchlaufender 
Befestigung der Fahrbahn am Ende des 18. Jahrhunderts zuerst in Westeuropa 
gebaut worden waren, folgte Westdeutschland diesem Beispiel sehr bald, während 
der Bau von Kunststraßen nur langsam bis nach dem Osten Deutschlands fort- 
schritt. Zuletzt erreichte er das entlegene Ostpreußen. Im Jahre 1828, also vor 
100 Jahren, wurde hier die erste Kunststraße (Berlin—Elbing-—Königsberg) voll- 
endet. Dabei wurde aus Sparsamkeit und insbesondere wegen der Knappheit an 
Steinen in Ostpreußen schon diese große Hauptstraße nur mit einer schmalen 
Steinbahn, aber mit einem breiten Sommerweg ausgestattet. Auch in den folgenden 
Jahrzehnten machte der Straßenbau in Ostpreußen langsamere Fortschritte als 
in den wirtschaftlich entwickelteren und dichter bevölkerten Teilen Deutschlands. 
Als der Bau der Eisenbahnen in Ostpreußen — wiederum erheblich später als im 
übrigen Deutschland — einsetzte, waren daher in Ostpreußen noch nicht einmal 
sämtliche größeren Städte durch Kunststraßen unmittelbar miteinander verbunden. 
Der Ausbau der noch fehlenden Hauptstraßen unterblieb nunmehr, da die Eisen- 
bahn forthin als der einzige Träger des Fernverkehrs erschien. Alle später ge- 
bauten Straßen wurden nur als Zubringer zur Eisenbahn angesehen und lediglich 
für die Bewältigung eines schwachen örtlichen Verkehrs eingerichtet. Mit Rück- 
sicht auf die geringe Bevölkerungsdichte und auf die schwache Leistungsfähigkeit 
der Kreise, die als Wegeunterhaltungspflichtige in Frage kamen, war man über: 
dies bestrebt, die neuen Kunststraßen möglichst billig zu bauen. Scharfe Krüm- 
mungen sowie starke Steigungen wurden in Kauf genommen, und die Straßendecken 
meist nur in der geringen Breite von 3,5 m durch Steinbahn befestigt, während die 
übrige Straßenfläche zum größten Teil als Sommerweg liegen blieb. 
Aus den angegebenen Gründen besaß Ostpreußen bei Beginn des Weltkrieges 
nur ein weitmaschiges und verhältnismäßig leicht gebautes Straßennetz. Dieses 
wurde in den ersten Krieggiahren 1914 und 1915. in denen der größte Teil der
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Hotel- Und Gastgewerbe. Floeder, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.