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Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Monograph

Identifikator:
1811126022
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-195283
Document type:
Monograph
Title:
Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Mittler
Year of publication:
1929
Scope:
VII, 137 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil I. Produktion und Absatz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

20 
Der Krieg brachte der Warmblutzucht empfindliche Schläge. Nach Angaben 
von Sachverständigen haben die züchterisch besten ostpreußischen Kreise Pill- 
kallen und Stallupönen 90 % ihres Bestandes an eingetragenen Warmblutstuten 
durch den Krieg verloren. In anderen Kreisen betrug der Verlust 60—80 %. 
Nach Stabilisierung der Währung brach 1924 eine schwere Krise über die 
ostpreußische Warmblutzucht herein, die mit unveränderter Schärfe bis heute 
anhält. Die Hauptursache der heutigen Notlage liegt darin, daß infolge der 
Heeresverminderung die ostpreußischen Remontelieferungen von 12 000 his 14 000 
auf 2300 bis 2400 Stück, also auf 18 % zurückgingen. Die Krise wird durch fol- 
gende Angaben der Landwirtschaftskammer Königsberg verdeutlicht: In der Vor- 
kriegszeit wurden. in Ostpreußen von staatlichen warmblütigen Beschälern rund 
51 000 Stuten gedeckt, im Jahre 1928 dagegen nur 20 000, das ist ein Rückgang 
auf 40 %; an Fohlen wurden im letzten Jahre der Vorkriegszeit rund 32000 Stück 
geboren, 1928 rund 12 000, das ist ein Rückgang auf 38 %. . 
Trotz dieses starken Rückganges leidet die Warmblutzucht der ostpreußischen 
Landwirte auch heute noch unter einer Überproduktion; denn der Hauptabsatz 
(Remonten) ist auf 18% gesunken, während die Produktion noch 38 % ihres Vor- 
kriegsumfanges aufweist. Diese Bedarfsminderung muß als eine Dauererschei- 
nung angesehen werden. Man sucht diesem Umstande in Ostpreußen durch Ver- 
änderung des Zuchtzieles in der Warmblutzucht Rechnung zu tragen. Das neue 
Zuchtziel lautet: Verstärkung des ostpreußischen Warmblüters. Hierdurch hofft 
man, zu einem verstärkten Absatz von Arbeitspferden zu kommen. Gegenwärtig 
kann dieses Ziel noch nicht als erreicht betrachtet werden. 
Die ostpreußische Warmblutzucht lag vor dem Kriege und liegt auch heute 
noch vorwiegend in bäuerlichen Händen. Der ostpreußische Landwirt, ganz be- 
sonders der kleine Landwirt, ist an der Pferdezucht sehr interessiert, denn er 
braucht in den vier bis fünf Sommermonaten mehr Pferde auf der Flächeneinheit. 
als im übrigen Deutschland (vgl. S. 5). Eine Möglichkeit, diese Belastung zu 
mindern, war bisher dadurch gegeben, daß er Stuten hielt und Fohlen zog und ver- 
kaufte. Während nun dieser Fohlenverkauf vor dem Kriege gut vonstatten ging, 
stockt er heute, Gerade der kleine Landwirt ist aber auf diesen Verkauf ange- 
wiesen; denn er hat weder Futter noch Platz zur Aufzucht der Tiere. Die Folge 
ist, daß er, um überhaupt etwas zu erlösen, die besten Fohlen zu mäßigen Preisen, 
auch Stutfohlen, verkauft, und das züchterisch weniger wertvolle Material behält. 
Darin liegt eine große Gefahr für die Rentabilität sowohl der ostpreußischen 
bäuerlichen Wirtschaften als auch für die Existenz der ostpreußischen Warm- 
blutzucht. 
Besonders schwierig sind die Verhältnisse im Edelzuchtgebiet, welches durch 
den Remonteausfall am stärksten betroffen worden ist. Die bäuerlichen Zucht- 
stätten sind hier in besonders starkem Rückgang begriffen, was aus folgenden An- 
gaben der Landwirtschaftskammer Königsberg deutlich hervorgeht: 
In dem Edelzuchtgebiet (Regierungsbezirk Gumbinnen) wurden 
gedeckt 
im Jahre 1914 273854 reinblütige ostpreußische Stuten 
1924 26046 
1925 18288 
1926 11926 
1927 117938 
geboren 
20470 Fohlen 
14828 
14109 
10 473 
6875 
Das ist in der Bedeckung ein Rückgang auf 43 % und in der Zahl der ge- 
borenen Fohlen ein Rückgang auf 34% der Zahlen von 1914.
	        

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Die Lage Der Landwirtschaft in Ostpreussen. Mittler, 1929.
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