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Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Monograph

Identifikator:
1811126022
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-195283
Document type:
Monograph
Title:
Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Mittler
Year of publication:
1929
Scope:
VII, 137 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil IV. Abhilfemaßnahmen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

76 
Die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Dränung liegt darin, daß sie 
am schnellsten Mehrerträge schafft und Wirtschaftserschwernisse beseitigt. Die 
Melioration der dränungsbedürftigen Ackerländereien ist ein Hauptweg, die ost- 
preußische Landwirtschaft wieder der inneren Gesundung zuzuführen. 
Da die Dränröhren, namentlich Röhren von größerem Kaliber, zum erheb- 
lichen Teil aus Polen eingeführt werden müssen, sollte auch der Förderung der 
Dränindustrie Beachtung geschenkt werden. Der Bedarf an Dränröhren ist bei 
einiger Verstärkung der Meliorationstätigkeit so groß, daß eine Vermehrung der 
heimischen Dränröhren-Erzeugung dringend gefordert werden. muß. 
Neben der Ausführung von Dränagen auf Ackerländereien und der Entwässe- 
‚ung des Grünlandes kommt den Folgeeinrichtungen auf Grünlandflächen (Umbruch, 
Düngung, Neuansaat von Grünland usw.) die größte Bedeutung zu; ihre Ausführung 
hat durch den Mangel an Geldmitteln und Spezialmaschinen mit der Entwässerung 
nicht überall Schritt gehalten. Durch Folgeeinrichtungen nach Ausführung der 
genossenschaftlichen Entwässerung sind von dem gesamten meliorationsbedürf- 
tigen Grünland von 535 000 ha noch rund 250 000 ha zu verbessern. Besonders auf 
jen Niederungsmooren sollte der Ausführung der landwirtschaftlichen Folgeein- 
richtungen die größte Beachtung geschenkt werden, weil die Niederungsmoor- 
flächen Ostpreußens zum erheblichen Teil einer Verbesserung der Grasnarbe be- 
dürfen. Dies gilt besonders für solche Betriebe, die mangels ausreichenden ertrag- 
reichen Grünlandes einseitig auf Ackerwirtschaft und Stallviehhaltung eingestellt 
sind und sich durch die Kultivierung von Niederungsmoorflächen das für eine 
gesunde Viehhaltung erforderliche Grünland beschaffen können, 
Bei Durchführung von Meliorationen in Ostpreußen hat sich nicht selten ge- 
zeigt, daß durch Meliorationen verbesserte Weiden von der Landwirtschaft nicht 
genügend ausgenutzt werden konnten, weil es hierzu an dem erforderlichen leistungs- 
fähigen Viehbestand fehlt. Die Förderung der Viehwirtschaft muß daher mit der 
Förderung der Meliorationen Hand in Hand gehen. 
Bei der trostlosen Lage weiter Gebiete und der Notwendigkeit dauernder 
staatlicher Notstandsmaßnahmen ist verschiedentlich empfohlen worden, von Meliora- 
tionen in Ostpreußen ganz abzusehen und landwirtschaftlich besonders benachteiligte 
Gebiete wie in Masuren nach und nach aufzuforsten und die Besitzer in bessere 
Gegenden umzusiedeln. Erhebungen, wie sie im Kreise Ortelsburg gemacht wurden, 
haben jedoch gezeigt, daß die wirtschaftliche Hebung durch Meliorationen, Wege- 
bauten, Instandsetzung verfallener Wohn- und Wirtschaftsgebäude und Auf- 
Jorstung von für die landwirtschaftliche Nutzung nicht geeigneten Ödländereien 
gegenüber den durch Umsiedlung entstehenden Kosten im allgemeinen mit ver- 
hältnismäßig wenig Mitteln möglich ist. Eine Umsiedlung sollte nur da in Betracht 
gezogen werden, in denen die Wirtschaften nicht lebensfähig sind, auch nicht durch 
Meliorationen oder andere wirtschaftliche Maßnahmen lebensfähig gemacht werden 
können und sonstige Verdienstmöglichkeiten fehlen. 
Da ein großer Teil der Grünlandflächen Ostpreußens eine verfilzte Grasnarbe 
aufweist, können die Flächen vielfach nicht mit Zugtieren, sondern nur mit Kraft- 
geräten umgebrochen oder gefräst werden. Da, die bäuerlichen Besitzer mit den 
landwirtschaftlichen Folgeeinrichtungen vielfach am meisten im Rückstande sind 
and die hierzu erforderlichen Kraftgeräte nicht beschaffen können, weil sie von 
ihnen nicht genügend ausgenutzt werden könnten, andererseits in Ostpreußen nicht 
genügend private Lohnpflugunternehmen vorhanden sind, dürfte es sich empfehlen, 
soweit erforderlich, die Bestrebungen der Landkreise, kleine Kraftgeräteparks zu 
beschaffen. zu unterstützen.
	        

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Die Lage Der Landwirtschaft in Ostpreussen. Mittler, 1929.
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