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Bevölkerungslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Bevölkerungslehre

Monograph

Identifikator:
181333546X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-201592
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Bevölkerungslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1929
Scope:
IV, 490 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter systematisch-theoretischer Teil. Volkszahl, Volkswachstum und Nahrungsspielraum
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bevölkerungslehre
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Gegenstand und Stellung der Bevölkerungslehre
  • Erster geschichtlicher Teil. Die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft im Zusammenhang mit den Anschauungen und lehren darüber
  • Zweiter systematisch-theoretischer Teil. Volkszahl, Volkswachstum und Nahrungsspielraum
  • Dritter Teil. Ergebnisse
  • Namenverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Full text

452 Zweiter systematisch-theoretischer Teil 
als drängender Faktor mitgewirkt hätte. Mit dem Gesagten hängt 
es dann auch zusammen, wenn sich hier der Nahrungsspielraum so 
viel schneller vergrößert hat als die Volkszahl. 
Mit dieser Tatsache, daß heute ganz allgemein der wirtschaft- 
liche und technische Fortschritt, also die mögliche Ausweitung des 
Nahrungsspielraumes, nicht mehr in dem gleichen engen Zusammen- 
hang mit dem Volkswachstum steht als in älteren Zeiten, müssen 
wir also auch für die Zukunft rechnen. Deshalb mag es auch sein, 
das war auch der Ausgangspunkt dieser Betrachtungen, daß ein 
geringeres Volkswachstum oder gar eine Stagnation der Bevölkerung, 
keineswegs unter allen Umständen ein Hemmnis für Fortschritte in 
technischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu sein brauchen. Es mag 
auch sein — das sind Zusammenhänge, die sich heute noch kaum 
übersehen lassen — daß bei einem geringeren Volkswachstum die 
Kapitalbildung relativ stärker ist und schon deshalb ein fruchtbarer 
Einfluß auf den Fortgang der Wirtschaft ausgeübt werden kann. 
Je weniger aber mit einer. derartigen Gefahr zu rechnen ist, eine 
um so größere Bedeutung für die Zusammenhänge von Wirtschaft 
und Bevölkerung muß dann die Tatsache gewinnen, daß heute 
bereits das Volkswachstum in so starkem Maße willensfähig beein- 
flußt wird, ohne daß eine Verengerung des Nahrungsspielraums im 
objektiven Sinne stattgefunden hätte. In dieser Entwicklung liegen 
Tendenzen, die das Anwachsen der Volkszahl hinter der Ausweitung 
des Nahrungsspielraumes zurückhalten. Das ist eine Entwicklung, 
die Malthus nicht gekannt hat und nicht kennen konnte. Aller- 
dings hat man nach ihm schon häufig diese Zusammenhänge hervor- 
gehoben; es sei nur auf die zahlreichen Schriften aus dem Kreise 
der Neo-Malthusianer verwiesen. Es besteht auch kein Zweifel 
darüber, daß die neuere Entwicklung der Bevölkerung in den Kultur- 
staaten sich durchaus im Sinne dieser Richtung vollzieht. 
Hier handelt es sich um den Gegensatz zwischen einer natura- 
Jistischen und voluntaristischen Bevölkerungslehre, wie 
es F. Fetter!) ausgedrückt hat, um den gleichen Gegensatz, den 
schon Sismondi gegenüber Malthus in die Worte kleidete, daß 
man bei der menschlichen Fortpflanzung nicht die Fähigkeit mit dem 
Willen verwechseln dürfe. Jedenfalls haben wir es bei dieser neuesten 
Gestaltung des Volkswachstums in den Kulturstaaten mit besonderen 
Wirkungen von Faktoren zu tun, die auf das engste mit dem Gang unserer 
kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung zusammenhängen. 
1) Fetter, Versuch einer Bevölkerungslehre, 1894.
	        

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Report of the Royal Commission on National Health Insurance. Stationery Office, 1926.
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