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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1815583320
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-204544
Document type:
Monograph
Author:
Fisher, Irving http://d-nb.info/gnd/118533541
Title:
The stock market crash - and after
Place of publication:
New York
Publisher:
Macmillan
Year of publication:
1930
Scope:
XXVI, 286 S.
graph. Darst
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter X. Labor's Coöperative Policy
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Queckenwurzel 
354 
Quecksilber 
einer in Argentinien heimischen Apozynee, 
Aspidosperma quebracho, einem schönen 
großen Baume mit lanzettlichen Blättern und 
kleinen gelben Blüten. Sie bildet bis 4 cm dicke 
Stücke von rotgelber bis rotbrauner Farbe und 
splitterigem Bruch und besteht hauptsächlich aus 
der Korkschicht. Die Dröge enthält neben Zucker 
und 2—4 o/o Gerbstoff einige Alkaloide, wie 
Aspidospermin, Quebrachin u. a., und wird 
in Form von Extrakten und Tinkturen gegen 
Asthma und Herzleiden verordnet. — Das Que- 
brachoholz von der argentinischen Anakar- 
diazee Schinopsis Lorentzii besitzt eine 
schöne dunkelrote Farbe und wird wegen seines 
hohen Gerbstoffgehaltes von 28 °/o als Gerbmate 
rial verwandt, soll aber nicht so zähes und elasti 
sches Leder geben wie Eichenrinde. 
Queckenwurzel (lat. Rhizoma graminis, frz. 
Racine de chiendent, engl. Quitch root) nennt 
man die ausdauernden, unterirdischen Ausläufer 
des besonders in sandigen Feldern, aber auch an 
Wegen und Zäunen wuchernden und schwer ver 
tilgbaren Queckengrases (Agropyrum re- 
pens). Die knotig gegliederten, strohhalmdickep 
Schößlinge werden im Frühjahr und Herbst bei 
der Ackerbestellung ausgerissen, verlesen und 
von den an Knoten sitzenden Scheiden, Wurzel- 
fasern und Halmen befreit, darauf gewaschen, 
getrocknet und, gewöhnlich auf der Futterschneide 
zerkleinert, zum Verkauf gebracht. Der Quer 
schnitt zeigt eine hohle Markröhre, die Rinde 
ist dicker als der Holzkörper. Die Wurzel ent 
hält einen kristallisierbaren Zucker, Gummi, 
Schleim, Stärkemehl und Eiweiß, schmeckt daher 
beim Kauen süßlich und schleimig und wird als 
blutreinigender Tee, ebenso wie auch das daraus 
hergestellte Extrakt medizinisch verwandt. Der 
im Kriege gemachte Vorschlag, Q. zur Gewinnung 
von Zucker, Bier, Alkohol usw. heranzuziehen, 
war natürlich praktisch aussichtslos. 
Quecksilber (lat. Hydrargyrum, Mercurius, frz. 
Mercure, engl. Quicksilver, Mercury). Der Name 
Q. deutet ebenso wie das. lateinische Argentum 
vivum (lebendiges Silber) und das griechische 
Hydrargyrum (Wassersilber) auf die Beweglich 
keit und Flüssigkeit hin, und aus demselben 
Grunde belegten die alten Adepten das Metall 
mit dem Namen des am schnellsten kreisenden 
Planeten Merkur. Das wegen seiner Wider 
standsfähigkeit zu den edlen Metallen gerechnete 
Q. findet sich nur selten gediegen in Form kleiner 
Tröpfchen (als Jungfernquecksilber) oder in 
Verbindung mit Silber als Silberamalgam. Meist 
ist es an Schwefel, als Zinnober, seltener an 
Chlor, als Quecksilberhornerz oder an orga 
nische Stoffe, als Idrialit, gebunden. Diereich- 
sten Quecksilbergruben hat Spanien in Alma- 
cfen, wo schon seit mehr als 2000 Jahren Q. 
gewonnen wird, danach folgen die seit 1497 in 
Betrieb befindlichen Werke zu Idria in Krain und 
die neueren, sehr ergiebigen Lager in Kalifornien, 
Huancavelica in Peru und im Ural. Geringere 
Mengen kommen von Horzowitz und Komarow 
in Böhmen, aus Ungarn, Siebenbürgen und Ita 
lien, während die deutschen Gruben in der bay 
rischen Pfalz und Westfalen eingegangen sind. 
Das japanische und chinesische Q., das früher in 
Bambusrohren nach Europa gelangte, hat jetzt 
für den Welthandel keine Bedeutung mehr. Die 
jährliche Erzeugung auf der Erde beträgt 3000 
bis 4000 t, wovon etwa 1000 t auf Spanien ent 
fallen. Für die Gewinnung des Q. kommt fast 
nur der Zinnober in Betracht. Die weniger schön 
gefärbten Stücke, welche nicht direkt als Farb 
stoff zu verwerten sind, werden in Schacht- und 
Flammenöfen geröstet, und die entweichenden 
Quecksilberdämpfe mit der aus dem Schwefel 
entstehenden schwefligen Säure durch Kühl 
kammern geleitet. In diesen bleibt das Metall 
in tropfbar flüssigem Zustande zuruck, während 
die schweflige Säure entweicht. Nach einem 
älteren, nur noch selten benutzten Verfahren 
vermischte man die zerkleinerten Erze mit Kalk, 
Eisen oder Hammerschlag und destillierte das 
Q. von den zurückbleibenden Sulfiden des Kal 
ziums oder Eisens ab. Verschiedene Verfahren 
•der Quecksilbergewinnung auf nassem Wege 
durch Ausziehen mit Kochsalz und Kupfer- 
chlorür, oder durch Bromsalzsäure oder Na 
triumthiosulfat haben keinen Eingang in die 
Praxis gefunden, und über die neuerdings emp 
fohlene elektrische Abscheidung liegen abschlie 
ßende Erfahrungen noch nicht vor. Das nach 
der einen oder anderen Arbeitsweise gewonnene 
Q. wird zunächst von mechanisch beigemengten 
Stoffen befreit, indem man es durch Sämisch 
leder preßt oder durch sehr feine Löcher ab 
tropfen läßt, ist aber auch dann noch meist 
durch geringe Mengen Blei, Kupfer, Wismut, 
Antimon, Silber, Zinn und Zink verunreinigt. 
Derartige rohe Handelsware bedeckt sich mit 
einem matten Häutchen, fließt träge, haftet an 
Glaswandungen und hinterläßt auf Papier sog. 
Schwänze und grauen Staub. Zur Entfernung 
dieser fremden Metalle läßt man das Q. durch 
eine hohe Säule von verd. Salpetersäure oder 
Eisenchloridlösung fallen, schüttelt es dann mit 
Kaliumdichromat und vefd. Schwefelsäure, preßt 
nochmals durch Sämischleder und destilliert aus 
4iem Vakuum. Das reine Q. ist ein glänzendes, 
bei gewöhnlicher Temperatur flüssiges Metall- 
Es erstarrt bei —39,5°, entwickelt bereits bei 
mittlerer Wärme Dämpfe und siedet bei 357 °- 
Da die Quecksilberdämpfe schon in geringer 
Menge stark giftig wirken und zuerst Speichel 
fluß und fieberhafte Störung des Allgemein 
befindens, später Abmagerung, Schwäche, Zittern, 
Lähmung und starke Störung der geistigen Tätig 
keit hervorrufen, so ist jedes Vergießen von Q- 
in bewohnten Räumen sorgfältig zu vermeiden- 
Man bewahrt es daher am besten in den eisernen 
Versandgefäßen oder in starken Glasflaschen auf- 
Ist trotz aller Vorsicht Q. ausgelaufen, so verwan 
delt man es durch Verreiben mit Stanniol oder 
Aluminiumpulver in Amalgam, das sich leicht 
entfernen läßt. Bleierne Abzugsrohren von Wasser 
leitungen werden durch hineingeschüttetes Q. zer 
stört. Das Q. hat ein Atomgewicht von Hg 
— 200 und ein spezifisches Gewicht von 13,596- 
Salzsäure und kalte Schwefelsäure wirken auf 
das Metall nicht ein, während es von heiß er 
konz. Schwefelsäure zu schwefelsaurem Queck 
silberoxyd gelöst wird. Salpetersäure bildet schon 
in verdünntem Zustande lösliches Nitrat. AP 
der Luft bleibt Q. bei gewöhnlicher Temperatur 
unverändert, geht aber beim Erhitzen bis nahe 
zum Siedepunkte in rotes Oxyd über. Bei noch 
stärkerem Erhitzen gibt das letztere seinen Sauer-
	        

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Das Kommunistische Manifest. Expedition der Buchhandlung Vorwärts (Th. Glocke), 1904.
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