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Die deutsche Kaliindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Kaliindustrie

Monograph

Identifikator:
1821348664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217403
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Kaliindustrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1929
Scope:
XII, 175 Seiten
Tab
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Gesamtorganisation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Kaliindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Entwicklung der Produktionsbedingungen
  • Selbstkosten
  • Die Absatzorganisation
  • Absatz
  • Preise
  • Gesamtorganisation
  • Index

Full text

beanstanden und die vom Reichskalirat festgesetzten Inlandsverkaufs- 
preise nach Anhörung des Reichskalirats und des Kalisyndikats herab- 
zusetzen. Die Kontrolle über die Festsetzung der Kalipreise bestand 
bereits in der Vorkriegszeit und wurde damals durch den Reichskanzler 
ausgeübt. Sie war durch den Zwangscharakter des Syndikats begründet, 
das innerhalb des deutschen Reichsgebiets ausschließlich den Bedarf an 
Kali deckte. Über die Wirksamkeit der Preiskontrolle der Vorkriegg- 
jahre ist heute ein Urteil kaum mehr möglich. Die Organisation der 
Nachkriegsjahre mußte zu einer bedenklichen Unklarheit der Verant- 
wortung führen. Das Kalisyndikat hat lediglich für, Vorschläge und 
Begründungen einzustehen, die einer weiteren Prüfung durch den 
Reichskalirat unterliegen; da es die Verkaufsorganisation der Kaliunter- 
nehmungen verkörpert, ist von vornherein anzunehmen, daß in ihm die 
Preise verhältnismäßig hoch bemessen werden. Der Reichskalirat ist 
als diejenige Stelle gedacht, von der nach ihrer Zusammensetzung er- 
forderlichenfalls Korrekturen an den Vorschlägen des Kalisyndikats 
arwartet werden. Daneben hat der Reichswirtschaftsminister ein Be- 
anstandungsrecht und ein Initiativrecht auf Herabsetzung der Preise; 
allerdings müssen zuvor Reichskalirat und Kalisyndikat von ihm gehört 
werden. Vermag der Reichskalirat, gleichgültig aus welchen Gründen, 
seiner Funktion als Preiskontrolle nicht zu genügen, so wird die Gesamt- 
ordnung der Kaliwirtschaft in starkem Maße erschüttert werden, da 
nunmehr die Maßnahmen des Ministers und die Stellungnahme des 
Reichskalirats in einem der Öffentlichkeit nicht verständlichen Miß- 
verhältnis stehen müssen. Die Zusammensetzung des Reichskalirate 
ist durch gesetzliche Bestimmungen festgelegt; außer technischen Sach- 
verständigen müssen namentlich Vertreter der Kaliunternehmungen, des 
Syndikats, der Arbeitnehmer, des Handels und der Verbraucher an ihm 
veteiligt sein. Die Verbrauchervertreter werden jedoch in erster Linie 
aus Organisationen entnommen, die als Verteiler Kali an die Ver- 
braucher absetzen. Durch ihre Einschaltung als Verteiler in die Kali- 
wirtschaft sind sie mit ihr nicht allein unter Verbrauchergesichtspunkten 
verknüpft. Ihre Stellungnahme kann aus diesen weiteren Zusammen- 
hängen heraus Beeinflussungen unterworfen werden. Bei den Vertretern 
aus Arbeitnehmerkreisen besteht die natürliche Beziehung zwischen 
Wohlfahrt des Industriezweiges und Lohnhöhe der dort Beschäftigten, 
In der Tat zeigt die Beobachtung der Löhne in der Kaliindustrie eine 
stete und bis in die letzte Zeit ununterbrochene Aufwärtsentwicklung. 
In jedem Falle hat der Reichskalirat seit den Inflationsjahren die Ver- 
antwortung der Preispolitik im wesentlichen dem Reichswirtschafts- 
minister als der letzten Kontrollinstanz überlassen. 
Dernburg, Schmidt, Baade, Baltrusch, Bazlen, Beckmann, Bernhard, 
Bücher, Dewitz, Drewitz, Eggert, Eulenburg, Hamm, Harms, Hermann, 
Hermes, Graf von Keyserlingk, Lammers, Lang, Liebermann, Mulert, 
August Müller, Georg Müller, Rauch, von Raumer, Frhr. von Richthofen, 
von Saucken, Sering, Tarnow, Zimmermann. 
Berlin, im Juni 19929. 
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Die Deutsche Kaliindustrie. E. S. Mittler & Sohn, 1929.
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