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Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Bibliographic data

Full text: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
182285363X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-215918
Document type:
Monograph
Author:
Cottier, Henry
Title:
La crise du petit commerce
Place of publication:
[Erscheinungsort nicht ermittelbar]
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Year of publication:
1930
Scope:
XXI, 263 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Deuxième Partie. Les remédès a la crise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

70 
ganges häufig so tief stehen, daß sich die Maschinenfabriken zu niedrigeren 
Kosten versorgen können, als sie es durch Selbsterzeugung vermocht 
hätten. Wiegt man die Vor- und Nachteile der jetzigen Lage gegeneinander 
ab, und berücksichtigt dabei besonders, daß die Bezugsverhältnisse des 
Arbeitsmaterials die Machtstellungen der einzelnen Unternehmungen im 
Konkurrenzkampf nicht wesentlich differenzieren, so versteht man, daß 
der verhältnismäßig geringe Nutzen, den eine vertikale Kombination ge 
währen kann, kein genügender Anreiz ist, um solche gewaltige Organi 
sationen zu schaffen. 
Ganz anders sieht dasselbe Problem vom Standpunkt der Stahlwerke 
aus. Ein Stahlwerk, das sich eine Maschinenfabrik angliedert, sichert sich 
den Absatz einer erheblichen Menge von Konstruktionsmaterial, Stab 
eisen, Blechen und Rohstahl für Schmiedestücke. Der Vorteil, der den 
Stahlwerken aus diesem Absatz erwächst, wird sich vor allem in den 
Jahren mangelnder Nachfrage bemerkbar machen und überwiegt den Vor 
teil, der umgekehrt den Maschinenfabriken besonders in der Zeit des Auf 
schwungs aus der Kombination infolge des billigeren Materialbezuges er 
wachsen kann. 
Noch eine andere Wechselbeziehung zwischen einer Maschinenfabrik 
und einem Stahlwerk darf nicht übersehen werden. Ein großes Stahl 
werk mit eigenen Kohlen- und Erzgruben, Hochöfen und zahlreichen Walz 
straßen ist ein gutes Absatzgebiet für eine Maschinenfabrik. Gewiß ist 
es dieser erwünscht, mit Sicherheit auf jene Nachfrage rechnen zu können. 
Je größer der Bedarf des Stahlwerkes im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit 
der Maschinenfabrik, desto vorteilhafter müßte die Kombination für die 
Maschinenfabrik sein, wenn nicht das Stahlwerk das natürliche Bestreben 
hätte, im Durchschnitt und ganz besonders in der Hausse seinen Bedarf 
aus der angegliederten Fabrik zu günstigeren Preisen zu decken als auf 
dem offenen Markt. Die Gewinnchancen sind also in der Haussezeit gering 
und nur in der Not, in der Baissezeit, wenn es gilt, seine Existenz zu sichern, 
wird eine kleinere Maschinenfabrik den Weg der Kombination beschreiten. 
Ist dagegen die Leistungsfähigkeit der Maschinenfabrik im Verhältnis 
zum Bedarf des Stahlwerkes groß, dann werden sich die Partner schon 
eher finden. Neben dem zwar nicht sehr großen Vorteil auf dem Gebiet 
des Materialbezuges kann die Maschinenfabrik einigen Nutzen aus der 
Möglichkeit ziehen, ihren Auftragsbestand durch den Bedarf des Stahl 
werks aufzufüllen, während andererseits das Stahlwerk sich ein beachtens 
wertes Absatzgebiet sichert und seine Maschinen zu günstigeren Bedin 
gungen erlangt. Der stärkere Drang zum Zusammenschluß wird in diesem 
Falle auf der Seite liegen, die infolge des sich verschärfenden Konkurrenz 
kampfes unbedingt auf die Sicherung von Absatzgebieten angewiesen ist.
	        

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Ursachen Und Ziele Des Zusammenschlusses Im Gewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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