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Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

Monograph

Identifikator:
1823190766
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220010
Document type:
Monograph
Title:
Finanzen und Steuern im In- und Ausland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1930
Scope:
896 S
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzen und Steuern im In- und Ausland
  • Title page
  • Contents
  • Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
  • Zweiter Hauptteil. Statistik ausländischer Finanzen und Steuern. Unterlagen zum internationalen Vergleich
  • Index

Full text

_ 4839 
ım 6 Mill. AM oder 0,2 vH, obwohl die aus den Steuerwerten berechneten Fabrikat- 
nengen, in Rohtabak dargestellt, um etwa 3,3 vH abgenommen haben. Von den Gesamt- 
zusgaben für Tabakgenuß, die für 1927 auf 2728 Mill. AM und für 1928 auf 
2 734 Mill. AM berechnet worden sind, legten die Verbraucher rd. 56 vH in Zigaretten, 
otwas mehr als 33 vH in Zigarren, 8,5 vH in Rauchtabak und den Rest von 2 vH in 
Kau- und Schnupftabak an. Der Aufwand für Tabak betrug je Kopf der Bevölkerung 
37,91 AM in 1926, 43,07 AM in 1927 und 42,91 AM in 1928. 
Die Isteinnahmen aus der Tabaksteuer (Fabrikatsteuer) hoben sich von 535,1 Mill. AM 
n 1926 um 24,1 vH auf 664,2 Mill. AM in 1927 und weiter um 8,8 vH auf 
722,5 Mill. AM in 1928. Bei der Beurteilung der Ergebnisse der Rechnungsjahre 1926 
ınd 1928 dürfen die Einflüsse steuergesetzlicher Änderungen nicht unberücksichtigt 
oleiben. Die zum Vergleich herangezogenen Erträge des Rechnungsjahres 1926 enthalten 
1och etwa 51/2 Monatszahlungen für Zigarettensteuerzeichen zum Tarif von 20 vH, da 
sich die am 1. Juni 1926 vorgenommene Neuregelung des Verhältnisses zwischen Wert- 
und Gewichtssteuer für Zigaretten erst von September 1926 an auswirken konnte. In- 
'olgedessen tritt im Rechnungsjahr 1927 bei den Einzahlungen eine größere Steigerung 
in Erscheinung als bei dem oben nachgewiesenen Steuersoll. Die weitere starke Zunahme 
der Isteinnahmen im Rechnungsjahr 1928 erklärt sich zum Teil dadurch, daß der in den 
Monaten Januar bis März 1929 eingetretene Rückgang des Steuerzeichenverkaufs sich 
noch nicht geltend machen konnte, ferner aber auch durch die besonderen Zahlungen, 
zu denen die Zigarettenhersteller infolge der Verkürzung der Zahlungsfristen durch das 
Gesetz vom 31. März 1928 verpflichtet worden waren. 
Das Soll der Materialsteuer berechnet sich aus den in die Zigarettenherstel- 
ungsbetriebe gebrachten Tabakmengen für das Rechnungsjahr 1927 auf 145,1 Mill. AM 
ind für das Rechnungsjahr 1928 auf 150,6 Mill. AM. Die Isteinnahmen aus der Ma- 
terialsteuer und der Ausgleichsteuer übertrafen 1927 mit 128,5 Mill. RM den Vor- 
lahrsertrag (103,7 Mill. A) um 28,9 vH; bei dieser Gegenüberstellung muß indessen 
Jerücksichtigt werden, daß im Rechnungsjahr 1926 die Einzahlungen erst von Septemm- 
der an stark zu fließen begannen, weil sich die Zigarettenhersteller in Anbetracht der 
3Toßen Bestände, die beim Inkrafttreten des neuen Steuersystems nachsteuerpflichtig 
36Worden waren, erst wieder vom Beginn des Rechnungsjahres 1926 an in stärkerem 
Jmfange mit Tabak zu versorgen begannen. Infolge des weiteren Anwachsens der steuer- 
Yichtig gewordenen Mengen hob sich die Isteinnahme dann im Rechnungsjahr 1928 
Weiter um 15,2 vH auf 148,0 Mill. AM. 
Von dem Gesamtsoll der Tabaksteuer und Materialsteuer entfielen in den Rechnungs- 
jahren 1927 und 1928 rd. 72 vH auf Zigaretten, 21,5 vH auf Zigarren, 5,5 vH auf 
Rauchtabak, 0,5 vH auf Kau- und Schnupftabak und 0,5 vH auf Zigarettenhüllen, 
Die Materialnachsteuer, die für Zigarettentabak und Zigaretten erhoben wurde, die 
ch am 1. Oktober 1925 in den Herstellungsbetrieben und Tabaksteuerlagern befanden, 
Srachte im Rechnungsjahr 1927 nur noch einen Restbetrag von 1,1 Mill. AM ein, wäh- 
hd sie sich im Vorjahr auf 73,5 Mill. A. belaufen hatte. Von Oktober 1925 bis März 
1928 sind an Materialnachsteuer insgesamt 92,0 Mill. AZ. vereinnahmt worden; die im 
Rechnungsjahr 1928 noch eingezahlten Beträge sind so gering gewesen, daß sie nicht 
ehr getrennt nachgewiesen wurden. 
In den Reichshaushaltsplänen waren die Einnahmen aus der Tabaksteuer, Material- 
Ind Ausgleichsteuer, Materialnachsteuer und Tabakersatzstoffabgabe für die Rech- 
N Ngsjahre 1927 und 1928 mit 780 Mill. A. veranschlagt gegenüber 655 Mill. AM 
vo 1926, Die Isteinnahmen aus diesen Tabakabgaben brachten in allen drei Jahren ein 
LE die über die Voranschläge hinausgehende Summe betrug 1,8 vH in 1927 und 
1.6 vH in 1928 gegen 8,8 vH in 1926. 
iS Rückstände an Tabaksteuer einschließlich Materialsteuer und Tabakersatzstoff- 
298gabe bezifferten sich am 1. April 1928 auf 58,9 Mill. A. und am 1. April 1929 auf 
59,8 Mill. 2.4:
	        

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Die Praxis Der Bürgerlichen Klassenjustiz Im Kampfe Gegen Die Revolutionären Bewegungen Der Werktätigen, Nationalen Minderheiten, Kolonial- Und Halbkolonialvölker. Mopr Verl., 1928.
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