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Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

Monograph

Identifikator:
1823190766
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220010
Document type:
Monograph
Title:
Finanzen und Steuern im In- und Ausland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1930
Scope:
896 S
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzen und Steuern im In- und Ausland
  • Title page
  • Contents
  • Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
  • Zweiter Hauptteil. Statistik ausländischer Finanzen und Steuern. Unterlagen zum internationalen Vergleich
  • Index

Full text

530 — 
Die LFA.-Bezirke Magdeburg und Thüringen bleiben gegenüber Leipzig und Dresden 
schon sehr erheblich an Leistungsfähigkeit zurück, Beide haben keinen FA.-Bezirk 
nit einer Steuerkraftziffer über 100. Auch auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer 
über 60 entfallen in Magdeburg (Halle 98,2, Magdeburg-Stadt 76,5 u.a.) nur 29,1, in 
Thüringen (Pößneck, .Gera, Greiz) sogar nur 12,2 vH der Bevölkerung. Dagegen weisen 
im LFA.-Bezirk Magdeburg größere Landstrecken (namentlich die vorwiegend agraren 
Gebiete im Norden und Osten, das Obereichsfeld, einige Bezirke der Harzgegend, Herz- 
berg a. d. Elster und Kölleda im Thüringerbecken) mit insgesamt 13,3 vH der Bevölkerung 
ine Steuerkraft von weniger als 30 bis zu 15 AM auf (Heiligenstadt 14,6). Auch in 
Thüringen wohnen 10,2 vH der Bevölkerung in FA.-Bezirken mit einer Steuerkraftzilfer 
unter 30. Neben Frankenhausen am Kyffhäuser sind es Bezirke des Thüringer Waldes 
‘Schmalkalden, Ziegenrück, Hildburghausen und Dermbach). 
Im LFA.-Bezirk Düsseldorf, dem Hauptbezirk der westdeutschen Industrie, erreicht 
die Schichtung der Steuerkraft nicht das hohe Niveau des LFA.-Bezirks Leipzig, liegt 
aber höher als im Bezirk Dresden. Düsseldorf-Stadt und Elberfeld umfassen mit einer 
Steuerkraftziffer über 100 15,5 vH. der Bevölkerung. Da weitere 54,9 vH in Bezirken 
mit einer Steuerkraftziffer über 60 A. wohnen, verbleiben nur knapp 30 vH für die 
steuerschwächeren Bezirke, die wie Cleve, Grevenbroich, Dülken, Dinslaken und Geldern 
großenteils einen vorwiegend agraren Charakter tragen. Die nicht zu Düsseldorf 
gehörigen Teile des rheinisch-westfälischen Industriegebietes werden vom LFA. Münster 
verwaltet. Neben Münster-Stadt und Bielefeld (rd. 83) stellen vor allem sie (Dormund 
80,3) die 27,5 vH der Bevölkerung, die in Bezirken mit einer Steuerkraftziffer über 60, 
und ebenso den größten Teil der 55,6 vH der Bevölkerung, die in Bezirken mit einer 
Steuerkraftziffer von 30 bis 60 wohnen. Wesentlich steuerschwächer sind das östliche 
ınd südliche Sauerland (Brilon 17,8), das Weserbergland und einzelne Bezirke im Norden 
des Münsterlandes, die teilweise bereits in die Heide hineinragen. Insgesamt wohnen 
16,9 vH der Bevölkerung des LFA.-Bezirkes in Gebieten mit einer Steuerkraftziffer von 
15 bis 30. 
Ähnlich liegen die Verhältnisse in den beiden westdeutschen LFA.-Bezirken Kassel 
und Köln. Beide vereinigen in sich neben sehr steuerstarken auch ausgesprochen 
steuerschwache Gebiete. In Kassel kommen 39,4, in Köln 35,1 vH der Bevölkerung 
auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer über 60. 100 überschreitet die Ziffer dort 
in Frankfurt (195,4), hier in Köln-Stadt (100,5). Frankfurt rückt die Durch- 
schnittsziffer des LFA.-Bezirks Kassel (70,4) so stark nach oben, daß sie außerdem 
aur noch von Höchst (80,0) und Wiesbaden (86,6) erreicht wird, während erheblich mehr 
als ein Drittel der Bevölkerung des LFA.-Bezirkes in Gebieten mit einer Steuerkrafi- 
ziffer unter 30 wohnt. Steuerschwach sind vor allem Westerwald und obere Lahn, 
Diemel- und Knüllgebirge. Im LFA.-Bezirk Köln gruppieren sich die steuerstarken 
Gebiete im industriellen Norden um die beiden Großstädte Aachen und Köln. Am 
steuerschwächsten sind Südeifel und Hunsrück. 30,7 vH der Bevölkerung entfallen auf 
Bezirke mit einer Steuerkraftziffer unter 30, davon 11,6 vH sogar auf solche mit einer 
Stenerkraftziffer von 5 bis 15 .ZM (Offenbach a. Gl. 8,0). 
In Süddeutschland zeigen Württemberg und Baden die bessere gewerbliche Entwicklung 
und damit auch die größere Steuerkraft. So wohnen im LFA;-Bezirk Stuttgart 36,4, 
im LFA.-Bezirk Karlsruhe 38,2 vH der Bevölkerung in Gebieten mit einer Steuerkraft- 
ziffer über 60. Über 100 hinaus ragen nur die Großstädte. Hier Stuttgart (157,0); 
dort Mannheim (114,7) und Karlsruhe (104,1). Auf steuerschwächere Gebiete mit einer 
Ziffer unter 30 entfallen in beiden LFA.-Bezirken fast gleiche Bevölkerungsanteile (34,5 
bzw. 34,8 vH), jedoch ist die Schichtung in Karlsruhe ein wenig ungünstiger. Steuerstark 
sind in Württemberg die Industriegebiete am Neckar und die fruchtbare Bodense®- 
gegend, steuerschwächer neben dem Jagstkreis Teile des Schwarzwaldes und des Südens 
von Hohenzollern ostwärts bis zur Grenze. In Baden weisen vor allem die größeren 
Städte eine gehobene Steuerkraft auf (Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Pforzheim, 
Heidelberg). Eine scharfe landschaftliche Gruppierung ist nicht erkennhar. auch nicht
	        

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Finanzen Und Steuern Im in- Und Ausland. Hobbing, 1930.
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