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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

204 
tierung ohne Ersatz zu leisten, sondern auch das sog. Servis, d. h. 
Licht, Brennholz und Salz. Stellenweise, wie in Sachsen, kam auch 
Butter, Honig, Kirschenmus, Kohle und Rauhfutter dazu. Außer 
diesen Quartierlasten waren für die Ernährung der Soldaten und 
Pferde Nahrungsmittel und Hafer zu liefern, z. B. für den ge- 
meinen Soldaten täglich ı Pfund Fleisch, 2 Pfund Brot und 
3 Kannen Bier (1624). Früher schon hatte ein General der kaiser- 
lichen Armee (Bouquoy) 1621 den Quartiergebern die Wahl ge- 
lassen, ob sie das Geforderte in Geld oder Naturalien geben 
wollten. Gewöhnlich entrichtete der Quartierwirt alsdann nur 
die Naturallieferung, während das Bargeld (Sold) aus der dem 
Lande aufgelegten allgemeinen Kontribution genommen wurde*?), 
Wallenstein forderte dann die vollen Soldbeträge und mußte dem- 
gemäß seine Ansätze von vornherein auf Geld richten. Jedoch 
wurde gestattet“), daß von den Landsassen statt Geldes Natu- 
ralien geliefert und der Preis derselben vom schuldigen Solde 
abgerechnet werde. Weist das schon bezeichnend auf den Geld- 
mangel hin, so tritt dieser in einer Anordnung vom Jahre 1626 
ganz deutlich zutage: Der Fußsoldat erhält täglich 20 Kreuzer. 
Wenn aber die Untertanen „wegen des gar großen armuts und 
mangelnder Geldesaufbringung“ ihm die Hausmannskost stellen, 
so soll er diese annehmen und dann von dem ausgesetzten Gelde 
nur die Hälfte erhalten**). 
Die Aufbringung der geforderten Summen geschah dann 
durch die Länder, bzw. die Landstände. Sie suchten dieselben durch 
Steuern zu bewirken, indem sie sowohl Geld als Naturalien auf- 
legten*), so z. B. in Schlesien. Oft wurden auch Provianthäuser 
errichtet, wie z. B. in Pommern (zu Stettin, Greifswald, Wolgast, 
Anklam, Barth und Bergen), welche aus den von den Ständen 
beschlossenen Getreidelieferungen gefüllt wurden. Auch in den 
brandenburgischen Marken wurde neben einer beträchtlichen 
Geldsteuer noch eine Abgabe in Korn auferlegt (1628/29). In 
der Altmark verteilte die kurfürstliche Regierung die für die 
Unterhaltung der Truppen erforderliche Summe von Geld und 
Naturalien auf die einzelnen Kreise. Wurden Befestigungen be- 
”) Ebda. S. 220. 
*) Ebda. S. 225 f 
*) Ebda. S. 227. 
5) Ebda. S. 231.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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