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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

/ 
Sklaven) überwiegend Geldsteuern in Silber. Aus Indien wurde 
auch Gold (Staub) gesteuert*?®). 
Während in der älteren Zeit unter Kyros und Kambyses 
freiwillige Geschenke geleistet wurden***), hat Dareios auf Grund 
einer neuen Abschätzung des gesamten Bodens, der nach Para- 
sangen vermessen wurde, eine gleichmäßige Steuerleistung durch- 
geführt. 
Zu seiner Zeit war bereits auch das Münzwesen sehr ent- 
wickelt, das jedenfalls im Anschluß an Lydien aufkam, wo es 
schon am Beginne des 7. Jahrhunderts v. Chr. zu Edelmetall- 
prägungen gekommen war, möglicherweise schon vor Dareios*?®). 
Lydien sowie die kleinasiatischen Griechenstädte waren ja von 
Kyros bereits 546 v. Chr. unterworfen worden. 
Das Recht, Goldmünzen (Dareikos) zu prägen, war dem 
Könige vorbehalten. Den Satrapen und Unterkönigen wurde das 
Recht der Silberprägung bis zu einer gewissen Grenze ZzuU- 
erkannt!?®). Neben diesen Reichsmünzen blieben aber noch die 
lokalen Münzen in einzelnen Reichsteilen im Umlauf*?). 
Herodot. berichtet uns auch, der Perserkönig habe den Edel- 
metalltribut in Tongefäße gießen lassen. Im Bedarfsfalle wurde 
das Gefäß zerschlagen und die entsprechende Menge Edelmetall 
abgehackt*?®), 
Die Eroberung des Babylonischen Reiches (539 v. Chr.) mußte 
die Perser frühzeitig mit der hochentwickelten Wirtschaft dort 
bekanntwerden lassen. Die Anlegung von‘ zahlreichen Kunst- 
straßen kam auch dem Handel und Verkehr zustatten und ebenso 
auch das Postwesen und die Spanndienste (angariae), welche viel- 
‚eicht noch auf die Zeit der Assyrer zurückgehen dürften‘). 
Die hohe Entwicklung der persischen Kunst und die rege 
Bautätigkeit, welche die persischen Könige seit Dareios entfalteten, 
läßt auf eine bedeutende Leistungsfähigkeit des Handwerkes 
12) Vgl. darüber W. Geiger u. E. Kuhn, Grundriß der iran. Philol. Il, 
438/39 (1896), sowie I. V. PraSek, Gesch. der Meder u. Perser 2, 42 ff. (1910). 
'2%) Vgl. Herodot I11I, 89. 
25) Vgl. Oppert und Revillout, Annuaire Numismatique 1884, D. 119. 
26) Herodot IV, 166. 
127) Brandis, Das Münz-, Maß- u. Gewichtswesen in Vorderasien bis auf 
Alexander d. Gr. S. 219 (1866). 
128) IIT, 96. 
129) Vol, E. Meyer, Die Entstehung des Judentums S.22.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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