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Die drei Nationalökonomien

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Bibliographic data

fullscreen: Die drei Nationalökonomien

Monograph

Identifikator:
1826612467
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-221187
Document type:
Monograph
Author:
Sombart, Werner http://d-nb.info/gnd/118751433
Title:
Die drei Nationalökonomien
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 352 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die drei Nationalökonomien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die drei Nationalökonomien
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Der heutige Zustand der Nationalökonomie
  • Zweiter Teil. Die drei Nationalökonomien
  • Dritter Teil. Die Lehre von der Wirtschaft als Ganzes
  • Schriftstellerverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Full text

212 
des Ganzen den Sinn jeder Einzelerscheinung bestimmt. Wir haben 
uns hier eine überindividuelle geistige Realität vorzustellen, die aus 
Sinnbezügen besteht; einen Bereich des objektiven Geistes, der aber 
nicht in einem einzelnen Zweckzusammenhang fest umschrieben ist, 
sondern der sich über zahlreiche solcher Zweckzusammenhänge er- 
streckt, die sämtlich ihr Dasein doch jenem obersten Sinn verdanken, 
in dem sie gründen. Die einzelnen Zweckzusammenhänge erscheinen 
also gleichsam als die Ausprägungen eines einheitlichen Sinnes, sie 
erhalten das Gesetz ihres inneren Maßes, die ‚Vernunft‘ ihrer Ge- 
stalt und Gestaltung durch. jenen übergeordneten Geist, in den sie 
eingebettet sind. Ebenso erfolgt jede Handlung — unbewußt — in 
Übereinstimmung mit dem überindividuellen Sinnzusammenhange. So 
gibt es — um das Gesagte an einem Beispiele aus einem anderen 
Kulturgebiet zu verdeutlichen — einen „Geist“ der Gotik, in dem alle 
einzelnen Kunstschöpfungen dieser Zeit, alle Zwecksetzungen der 
einzelnen Künstler wie jedes ihrer Werke ihre Einheit finden??. 
Das Muster eines solchen Stilzusammenhangs in unserem Kultur- 
bereich ist nun das Wirtschaftssystem. In letzter Zeit ist — im 
Anschluß an meine größeren Arbeiten — wieder mit großer Leb- 
haftigkeit die Frage erörtert ‚worden: „was‘“ denn eigentlich der 
„Kapitalismus‘‘, ob er eine „Realität‘““ und von welcher Art diese 
„Realität‘‘ sei. Ich antworte darauf: er ist eine Realität in dem 
Sinne eines Stilzusammenhangs, wie ich ihn eben zu kennzeichnen 
versucht habe. Das erkennen wir daran, daß die einzelnen Er- 
scheinungen des Wirtschaftslebens „sinnbezogen‘“ auf eine über- 
individuelle geistige Einheit, um nicht das so sehr mißbrauchte Wort 
„Idee‘“ zu verwenden, sind, so daß sie selber einen realen Zusammen- 
hang bilden: die einzelne Unternehmung, der einzelne Lohnvertrag, 
die einzelne Buchung findet ihren „Sinn“ im Sinn des kapitalistischen 
Wirtschaftssystems; jeder Unternehmer, jeder Arbeiter handelt 
„orientiert“ am „Geiste‘“ des Kapitalismus. 
Es ist nun einmal so: hier steckt etwas hinter der Einzelerschei- 
aung, das kein Nominalismus der Welt wegdeuten kann. Es ist außer- 
ordentlich schwierig, es zu bestimmen; aber da ist es. Ich bin auch 
87 Vgl. Heinr. Wölfflin, Der Stil in der bildenden Kunst in den Abhand- 
lungen der preuß. Akademie der Wissenschaften. 1912.
	        

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Die Drei Nationalökonomien. Duncker & Humblot, 1930.
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