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Die drei Nationalökonomien

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Bibliographic data

fullscreen: Die drei Nationalökonomien

Monograph

Identifikator:
1826612467
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-221187
Document type:
Monograph
Author:
Sombart, Werner http://d-nb.info/gnd/118751433
Title:
Die drei Nationalökonomien
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 352 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Die Lehre von der Wirtschaft als Ganzes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die drei Nationalökonomien
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Der heutige Zustand der Nationalökonomie
  • Zweiter Teil. Die drei Nationalökonomien
  • Dritter Teil. Die Lehre von der Wirtschaft als Ganzes
  • Schriftstellerverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Full text

12 
in den Strom des Erlebens einbezogen ist, das weiter „lebt‘“ und also 
einen höchsten Grad der Wirksamkeit besitzt. Man kann nun das Ins- 
gesamt dieses Noch-Lebendigen, Noch-Wirksamen, Noch-Dauernden 
„Geschichte“ im engeren und eigentlichen Sinne nennen. 
Wobei man sich bewußt sein muß, daß die Form des Weiterwirkens 
eine sehr verschiedene sein kann. Wir können füglich das Über- 
kommene und das Übernommene unterscheiden. Jenes umfaßt 
alles das, was uns die Tradition überliefert, ohne daß wir uns weiter 
um den Akt der Tradition kümmern: ein Gesetzbuch, das noch gilt, 
eine Fabrik, die noch benutzt wird, eine Kirche, in der noch Gottes- 
dienst abgehalten wird, eine Sprache, die wir noch sprechen, ein Feld- 
herrnmonument auf dem öffentlichen Platze, ein Glaube, eine Sitte, 
die noch befolgt werden, und tausenderlei anderes gehört hierher. 
Davon zu unterscheiden sind Bestandteile vergangener Kulturen, die 
zwar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Gestalt und Beziehung von 
uns gelebt werden, die aber in unser Leben aufgenommen und darum 
unmittelbar wirksam geblieben sind: Ideale früherer Zeiten, ein grie- 
chischer Tempel, eine Streitaxt aus der Steinzeit im Museum und der- 
gleichen. Sie sind gleichsam aus einer Lebenssphäre in eine andere 
transponiert, sind aber doch noch „lebendig‘“: das antike Heldenideal 
in der Französischen Revolution, der griechische Tempel als Gegen- 
stand unserer ästhetischen Freude oder als Vorbild unserer Archi- 
tekten, die Streitaxt im Museum als Mittel zur Förderung der ethno- 
logischen Wissenschaft usw. 18. 
Daß Stärke und Ausdehnung der Lebendigkeit des „Vergangenen““ 
und damit das Maß seiner „Geschichtlichkeit‘‘ außerordentlich ver- 
schieden groß sind, leuchtet ein: Gryphius ist heute noch bei uns 
„lebendig‘“: jeder Seminarvortrag, der über ihn gehalten wird, beweist 
es; aber Goethe ist „lebendiger“. Soll die Anzahl der Menschen, in 
deren Erlebnisstrom das Vergangene eintritt, entscheidend sein für 
die Geschichtlichkeit? „Lebt‘‘ Homer noch, wenn er dereinst einmal 
nur noch in einem einzigen, letzten Oberlehrer „wirkt“? Wir werden 
den Funken von der Flamme unterscheiden müssen. Und nur, wo 
1 Vgl. für den Bezug auf das klassische Altertum den Seinsinnigen Vortrag 
von Ernst Jäger, Die geistige Gegenwart der Antike, im Auszuge mitgeteilt in 
‚Forschungen und Fortschritte‘, ı, Juli 19209,
	        

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Die Drei Nationalökonomien. Duncker & Humblot, 1930.
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