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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Monograph

Identifikator:
1830538012
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222171
Document type:
Monograph
Title:
L' Algérie économique en 1930
Place of publication:
Alger
Publisher:
Carbonel
Year of publication:
[1930]
Scope:
328 S.
zahlr. Ill.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
La production algérienne
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 196 — 
Ausartung der Damit ist natürlich nicht gesagt, dass alle Anforderungen jener 
Bewegung. Klassen als berechtigt anzuerkennen sind. Vielmehr muss betont 
werden, dass auf der an und für sich gesunden und naturgemässen 
Bewegung sich Auswüchse herausgebildet haben, die als schädlich 
zu bekämpfen sind, und dass mit derselben auch Gefahren tiefgreifendster 
Art verbunden sind, deren Bekämpfung eine ebenso grosse Aufgabe 
für Staat und Gesellschaft bildet. So unterliegt es keinem Zweifel, 
dass die Lebensansprüche freilich nicht nur in den unteren, sondern in 
allen Schichten der Bevölkerung über das richtige Mass hinaus ge- 
wachsen sind, und dass sich eine zu materielle Genusssucht ausgebildet 
hat, die nur als ungesund bezeichnet werden kann. Damit geht Hand 
in Hand die Entwicklung von Neid und Missgunst gegen die besser 
Situierten, wodurch der begründete Klassengegensatz eine unbegründete 
und beklagenswerte Verschärfung erfahren hat. Die Ursache dieser 
Erscheinung ist, wie gleichfalls schon früher angedeutet, in der ver- 
breiteten Halbbildung und Irreligiosität der Masse zu suchen und der 
damit verbundenen Haltlosigkeit und Neigung zur Unzufriedenheit. 
Denn um ohne religiösen Halt den Unbilden des Lebens gewachsen zu sein, 
und sich mit Resignation in schwere Lebenslagen zu fügen, dazu gehört er- 
fahrungsgemäss eine Charakterstärke und philosophische Durchbildung, 
wie sie nur wenige bevorzugte Menschen zu gewinnen vermögen und der 
grossen Masse der Bevölkerung nicht verschafft werden kann. Dazu kommen 
Unterlassungs-erhebliche Versehen von Seiten der Staatsgewalt, wie von Seiten der bevor- 
sünden der zugten Klassen, die wesentlich zu Verschärfung der Gegensätze beigetragen 
Arbeitgeber. haben, In letzter Hinsicht heben wir das Vorbild übertriebenen Luxus 
der Reichen hervor und das Unterlassen entsprechender Konzessionen an 
die Arbeiterbevölkerung, wie sie der zunehmende Wohlstand ermöglichte. 
Die meisten Arbeitgeber dachten gar nicht daran, eine Lohnerhöhung 
eintreten zu lassen, als infolge der Einführung der Maschinen die 
Leistung jedes einzelnen Arbeiters bedeutend gestiegen war, und der 
Gewinn der industriellen Unternehmungen sich ausserordentlich erhöhte. 
Auch bei dem fortdauernden Steigen der Lebensmittelpreise und der 
wesentlichen Steigerung des Ertrages des Grund und Bodens wurde 
die Lage der ländlichen Arbeiter nicht verbessert. Die Löhne z. B. 
im Buchsetzergewerbe, (von Strassburger und Schwetschke nach- 
gewiesen), wie in der Landwirtschaft sind in Deutschland mehr als 
100 Jahre bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts unverändert ge- 
blieben, obwohl ihre Kaufkraft sich allmählich verminderte. So lange 
es dem Arbeiter an jeder Organisation und damit an der Macht fehlte, 
eine Lohnerhöhung zu erzielen, geschah von keiner Seite etwas für 
seine Hebung. Nur dem intensiven Druck der zunehmenden Macht 
der Arbeitermassen ist die Lohnerhöhung in der zweiten Hälfte des 
letzten Jahrhunderts zu verdanken und das Versäumte in verhältnis- 
mässig kurzer Zeit nachgeholt. Kein Wunder, wenn die Arbeiterbe- 
völkerung sich dann für berechtigt hält, von ihrer Macht Gebrauch zu 
machen, und vor allem danach strebt, ihre Macht zu vergrössern. 
Ein zeitweiliger Missbrauch derselben ist dann bei der immerhin 
noch rohen Arbeiterbevölkerung wahrlich nicht zu verwundern. 
Es darf nicht unterlassen werden, auch darauf aufmerksam zu 
machen, dass die nationalökonomische Wissenschaft den Arbeitgeber 
in seinem rücksichtslosen Vorgehen bestärkte, indem sie die Lohnent-
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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