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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

Object: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
829207953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-40957
Document type:
Monograph
Author:
Aufseß, Otto von und zu http://d-nb.info/gnd/124693784
Title:
Die Zölle und Steuern sowie die vertragsmässigen auswärtigen Handelsbeziehungen des Deutschen Reiches
Edition:
3. Bearb.
Place of publication:
München
Publisher:
Hirth
Year of publication:
1886
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 280 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

bleibt, bei ihrer berufsmäßigen Arbeit zu denken, das ganz cha 
rakteristische Bild der Beschäftigung mit den Konflikten des 
wirtschaftlichen und sozialen Lebens. 
So schreibt ein Dreher: „Wie kommt der Arbeitgeber dazu, 
den größten Teil meiner Arbeitskraft einzuheimsen? Ein Ge 
danke, der mich quält. Dann denke ich an die Kapitalisten in 
den Luxusbädern und an die Arbeiter, die im Schweiß ihr 
karges Brot verdienen, und nicht einmal zum Bewußtsein ihres 
Sklavenlebens kommen.“ 
Ein Schlosser, der ganz besonders intensiv seinen Intel 
lekt während der Arbeit geschärft hat, kommt zu dem Resultate, 
daß das Denken in seinem Milieu Leiden bedeutet. Er schreibt: 
„Verflucht ist das Denken, jetzt bin ich unglücklich und könnte 
erst dann wieder glücklich werden, wenn ich alle meine Kräfte 
darauf verwenden könnte, die anderen heraufzuziehen. Dieser 
jetzige Zustand des Erkennens ist scheußlich. Es muß etwas 
geschehen, oder die Misere des Denkens richtet mich zugrunde.“ 
Ein Eisendreher, der nur Massenartikel herstellt: „Meine Arbeit 
verrichte ich mechanisch. Die Hände arbeiten. Oft schließe ich 
sogar meine Augen und blinzle nur so. Dann schafft die Phan 
tasie. Es drängt Und jubelt in meiner Brust. Ich muß an mich 
halten, um nicht laut aufzuschreien vor Lebensfreude. Dann 
wieder ein anderes Mal denke ich an die Menschen. Ich sehe 
ihre Gesichter von Leidenschaften verzehrt, und dann werde 
ich traurig.“ 
Ein Berliner Metallarbeiter, der viel in der Welt herum 
gekommen, konzentriert seine Gedanken auf die Beobachtung 
seiner Kollegen, an die er nicht glaubt. „Alle sind Masse“, 
schreibt er. „Und ich hasse diese gewohnheitsmäßigen, ge 
dankenlosen, zwischen Arbeit und Vergnügen hin- und her 
tändelnden Menschen. Ich habe zum größten Teile den Glauben 
an deren Wollen und Willen verloren, den evolutionären, noch 
weniger den revolutionären Kampf zu führen.“ 
So viel steht fest: Der Intellekt wurde das Werkzeug, mit 
dem sich die Arbeiter, ohne es zunächst zu wollen, selbst raffi 
niert feine Folterinstrumente schufen. Verflucht sei das Denken 
inmitten eines brutalen Arbeitsprozesses. In allen möglichen 
Variationen kehrt dieser Gedankengang wieder. 
108
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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