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Wissenschaftliches Arbeiten

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Bibliographic data

Contents: Grundzüge der Sozialpolitik

Multivolume work

Identifikator:
1831622599
Document type:
Multivolume work
Title:
The story of Pittsburgh
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1919-1930
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1831623870
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-241156
Document type:
Volume
Title:
Hospitals
Volume count:
Vol. 1, nr. 16
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1928
Scope:
[ca. 100] Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
United States marine hospital
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

170 
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik. 
manche Härte mildern, die aus der Unmöglichkeit, die regelmäßigen 
Löhne den Familienverhältnissen anzufassen, hervorgehen kann. Das 
wird der Fall sein, wenn unter sonst gleichen Umständen verheirateten 
Arbeitern mit größerer Kinderzahl die Beteiligung an dem System vor 
anderen oder in höherem Maße als anderen gewährt wird. Die Gewinn 
beteiligung kann auch den Vorteil größerer Stetigkeit des Arbeits 
verhältnisses deutlich zu Tage treten lassen und dadurch von einem 
Wechsel der Arbeitsgelegenheit aus nichtigen Gründen abhalten. Das 
sind Wirkungen, die man vom sozialpolitischen Gesichtspunkt aus will 
kommen heißen muß. Aber sie treten nicht überall ein und sind auch 
nicht überall möglich. Auch das Gewinnbeteiligungssystem ist nicht 
allgemein anwendbar, und man darf es nicht überschätzen. Deshalb 
ist es nicht ratsam, durch künstliche Förderungsmittel seitens der 
Gesetzgebung und Verwaltung zur Anwendung des Systems auch an 
den Stellen Anlaß zu geben, an denen die für seinen Erfolg erfor 
derlichen sachlichen und persönlichen Voraussetzungen fehlen. Auch 
hier muß man den zunächst Beteiligten die Entschließung überlassen. 
An Aufklärung über die tatsächlichen Erfahrungen fehlt es ja nicht. 
Vereine, Kongresse und Zeitschriften bemühen sich, die beteiligten 
Kreise über die Gewinnbeteiligung auf dem Laufenden zu erhalten. 
Man darf deshalb wohl annehmen, daß ein sehr großer Teil der Unter 
nehmer sich der Prüfung der Frage nicht entzogen hat und nicht ent 
zieht, ob aus den bekannt gewordenen Erfahrungen für ihn ein Anlaß 
erwachsen kann, sich dem System zuzuwenden. Die Unternehmer in 
diese Richtung zu drängen, liegt kein Anlaß vor. 
Im ganzen ergibt sich aus allem, daß für die staatliche und kom 
munale Lohnpolitik keine Veranlassung besteht, die private Erwerbs 
tätigkeit in ihrer Entschließungsfreiheit in bezug auf die Wahl des 
Lohnsystems zu beengen. 
§ 2. Lohnhöhe. In den Zeiten wirtschaftlicher Gebundenheit, als 
von einem freien Arbeitsvertrag keine Kede war, zeigte die obrigkeit 
liche Lohnpolitik in bezug auf die Höhe des Lohnes einen durchaus 
aktiven Charakter. Sie überließ die Lohnhöhe nicht der Vereinbarung 
der Beteiligten, sondern übernahm selbst durch behördliche Lohntaxen 
die Aufgabe, den Lohn so zu bemessen, daß er ihren wirtschaftlichen 
Absichten entsprach. Mancherlei Erwägungen kamen dabei in Betracht. 
Die Arbeiter sollten gegen zu niedrige Löhne gesichert werden, den 
Unternehmern sollte eine unlautere Konkurrenz mit Hilfe der Lohn- 
herabdrückung ferngehalten werden, die verbrauchende Bevölkerung 
sollte gegen zu hohe Preise geschützt sein usw. Ein solches Vorgehen 
war durchführbar, solange sich der wirtschaftliche Kreislauf im wesent 
lichen in eng begrenzten Gebieten vollzog. Es war aber nicht mehr 
haltbar, als die Ausweitung aller wirtschaftlichen Beziehungen ein
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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