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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1831665921
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222025
Document type:
Monograph
Author:
Maúrtua, Víctor M.
Scott, James Brown http://d-nb.info/gnd/117654191
Title:
Responsibility of states for damage caused in their territory to the person or property of foreigners
Place of publication:
New York
Publisher:
Oxford Univ. Press
Year of publication:
1930
Scope:
V, 67 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Acts of the legislative organ
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Sachverständiger Arlt: Das wesentlichste ist der Mangangehalt, 
Auch die Erze aus Nordafrika, aus der Normandie und Bilbao sind 
Qualitätserze. Gewiß ist also das Siegerländer Erz ein Qualitätserz, 
aber trotzdem hat es so viele Konkurrenten, daß es seine Qualitätsbe- 
schaffenheit nicht ausnutzen kann. 
Vorsitzender: Wenn wir einmal nach den Grundsätzen der 
allernüchternsten Rationalität diese Dinge prüfen, so liegt im Augen- 
blick die Situation so, daß wir ohne Schädigung unserer Eisenerzeugung 
den Siegerländer Erzbergbau stillegen könnten? 
Sachverständiger Arlt: Ja! 
Vorsitzender: Es eind also soziale Gründe bestimmend? 
Sachverständiger Arlt: Natürlich, soziale, volkswirtschaftliche 
und Währungsgründe. 
Vorsitzender: Welche Folgen hätte eine Stillegung der 
Gruben? 
Sachverständiger Arlt: Das wäre eine Katastrophe. Das Sieger- 
land ist seit Jahrhunderten ein Erzbergbaugebiet. Wenn man den Erz- 
bergbau stillegen wollte, so würden auch die Hütten zum Erliegen 
kommen, das ganze Land würde vollständig veröden, Landwirtschaft ist 
sehr wenig möglich. Es gibt dort nur die bekannten Eichenschäl- 
waldungen. Die Lohgerberei liegt heute ebenfalls darnieder und ist 
durch die chemische Gerberei ersetzt worden. 
Eggert: Sind nicht technische Momente im Hüttenprozeß mit 
wirksam, die eine Verwendung des Siegerländer Erzes mehr und mehr 
ausschließen? 
Sachverständiger Arlt: An sich — nein, ein hochwertiges Erz 
erfordert gerade verhältnismäßig wenig Koks. Gewiß ist beim Sieger- 
länder Erz, vor allem bei quarzigen Partien — der Quarzgehalt bringt 
eine gewisse Säuremenge mit sich — der Koksbedarf mehr oder weniger 
groß. Man könnte wohl hüttenmäßig ein Erz von Spiegeleisenqualität 
auch aus anderen Erzen erzeugen, wenn man Mangan zugibt, das man 
dann allerdings vom Auslande einführen müßte. 
Köngeter: Im Hüttenprozeß sind keinerlei Wandlungen vor sich 
gegangen, die uns das Siegerland uninteressanter machen könnten. Der 
Bergbau des Siegerlandes ist wertvoll wegen des hohen Mangangehaltes 
dieses Krzes. 
_ Dazu kommt natürlich die volkswirtschaftliche Bedeutung: im 
Siegerland werden zwei Millionen Tonnen Erz gefördert, was immerhin 
ein sehr wichtiger Faktor für unsere deutsche Volkswirtschaft ist, da 
diese Erzmenge von ausländischen Einflüssen unabhängig der deutschen 
Eisenindustrie zur Verfügung gestellt wird. 
Eggelrt: Für den Laien ist es unerklärlich, warum andere nicht 
Subventionierte Gebiete auf dem Markt bestehen können, während es 
dem Siegerland unmöglich ist. 
5)
	        

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Die Exportkreditversicherung Mit Unterstützung Des Reiches. Selbstverlag des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1926.
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