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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1838857176
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-229226
Document type:
Monograph
Title:
Thomson's manual of Pacific Northwest finance
Place of publication:
Seattle
Publisher:
Thomson's Statistical Service
Year of publication:
1930
Scope:
XXX, 487 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Section VIII. Industrials
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

430 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
schaftlern gegenüber, die ihre Theorien als eine Art endgültiger Offenbarung 
hinstellten und glaubten, absolut sichere Voraussagen auf sie gründen zu 
können. 
Knies übertreibt jedoch bedeutend, wenn er der Meinung ist, die 
Relativität der so definierten wirtschaftlichen Gesetze unterscheide sie 
durchaus von anderen wissenschaftlichen Gesetzen. Die physikalischen 
und chemischen Gesetze verändern sich ebenso, worauf schon Marshall 
sehr richtig hingewiesen hat, je nachdem neue Tatsachen alte Formeln 
hinfällig machen. Auch sie sind daher nur vorläufig. Sie unterliegen 
ebenso Bedingungen in dem Sinne, daß sie sich nur dann als wahr er 
geben, wenn keine störenden Ursachen vorhanden sind, die geeignet 
wären, die Bedingungen des Versuchs zu verändern. Für die modernen 
Gelehrten sind die natürlichen Gesetze nicht untrennbar mit den Dingen 
verbunden. Sie sind „ein intellektuelles Produkt des Menschen“ 1 ). Daher 
schreiten sie auch mit dieser Intelligenz vorwärts. Sie sind einfache ab 
gekürzte Formeln, auf Grund deren man die Beziehungen der Abhängigkeit 
ausdrückt, die man zwischen Tatsachen festgestellt hat. Zwischen den 
„Gesetzen“, die so vom menschlichen Geiste geschaffen worden sind, 
besteht kein anderer Unterschied, als der mehr oder weniger große Grad 
der beobachteten Abhängigkeit. 
Wenn die Stetigkeit und Sicherheit der physikalischen und chemischen 
Gesetze denen der bisher formulierten wirtschaftlichen Gesetze sehr 
überlegen sind, so beruht das einfach darauf, daß die Bedingungen, unter 
denen sie sich nachweisen lassen, viel allgemeiner verwirklicht sind. Auf 
der anderen Seite ist ihre Wirkung oft meßbar, und sie können daher durch 
die Deduktion den allgemeinen Gesetzen der Mathematik angegliedert 
werden * 2 ). 
Knies hat nicht nur die Konsequenzen der Relativität der wirt 
schaftlichen Gesetze übertrieben, sondern der Vorwurf, den er seinen 
Vorgängern macht, daß sie sie verkannt hätten, war zu der Zeit schon 
nicht mehr voll berechtigt, in der er schrieb. Wir werden diese Bemerkung» 
die nicht ohne Bedeutung für die Geschichte der Doktrinen ist, wieder 
holen müssen. Stitart Mili hatte zu dieser Zeit schon seine Abhandlung;' 
über Ökonomik veröffentlicht und in seiner Logik, die 1842 erschien, 
und von der bis 1853, dem Zeitpunkte, zu dem Knies schrieb, verschiedene 
!) Karl Pearson, La grammaire de la science, franz. Übers v. L. March, 
Paris 1912, S. 140. 
2 ) Marshall: Principles, 4. Ausg., B. I, Kap. 6, § 6. Das, was wir hier sage®» 
bedeutet keine Kritik der mathematischen Methode in der Nationalökonomie. Mit e 
Hilfe der Mathematik die Beziehungen zwischen wirtschaftlichen Tatsachen darste 
(wie es die Schule Walras’ tut), und diese Beziehungen quantitativ präzisieren, 
daß man aus allgemeinen Theoremen der Mathematik die wirtschaftlichen latsac 
einfach ableiten kann, sind zwei ganz verschiedene Dinge.
	        

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The New Industrial Revolution and Wages. Funk & Wagnalls, 1929.
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