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Die deutsche Kali-Industrie 1930

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Monograph

Identifikator:
1847185045
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-241659
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Kali-Industrie 1930
Edition:
(Als Ms. gedr.)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hoppenstedt
Year of publication:
(1930)
Scope:
94 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Kali-Industrie 1930
  • Title page
  • Contents
  • [ I. ] Weltbedeutung und Entwicklungstendenzen der deutschen Kali-Industrie
  • [ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]

Full text

Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth 
Aufbau des 
Daten aus der Entwicklungsgeschichte: 
Nachdem das Revier Salzdetfurth durch vier Tief- 
Bohrungen, wovon drei kalifündig geworden sind, aufge- 
ichlossen war, wurde im Juni 1896 mit dem Bau des 
Schachtes I begonnen, und zwar an der Stelle, an der die 
Tiefbohrung II am 4. September 1893 bei 197 m das Salz 
angetroffen hatte. Der Schacht I hat eine Teufe von 920 m. 
Schacht II wurde am 1, Juli 1907 auf dem Südflügel 
les Sattels in 560 m querschlägiger Entfernung von 
Schacht I angesetzt und bis 760 m Teufe nieder- 
zebracht. 
Schacht III wurde auf dem Nordflügel der Lagerstätte 
in einer streichenden Entfernung von 1800 m von Schacht I 
in den Jahren 1913 bıs 1915 bıs zur Endteufe von 859 m 
zebaut. 
Alle drei Schachtanlagen sind miteinander durch- 
schlägig verbunden. 
Gleichen Schritts mit dem Abteufen der Schächte 
wurden die Tagesanlagen errichtet und diese 1922—1925 
ainer durchgehenden Erneuerung und Modernisierung bei 
zleichzeitiger Erweiterung der Leistungsfähigkeit unter- 
zogen. 
Im Grubenfelde sind zwei Kalisalzlagerstätten auf- 
geschlossen worden; eine jüngere Lagerstätte in einer Teufe 
von 625—866 m, deren obere Partie aus reinen sylvi- 
Aischen Salzen mit einem mittleren Gehalt von 25% K,O0 
ınd deren untere Partie aus reinem weißen Carnallit mit 
einem mittleren Gehalt von 15% K,O besteht, sowie 
3äner älteren darunterliegenden Lagerstätte, welche in der 
Hauptsache normalen Camallit mit einem Gehalte von 
10% K,O und Hartsalz von einem solchen von 15% K,0 
aufweist. Die Faltungen des Salzgebirges bedingen einen 
erheblichen Wechsel in Mächtigkeit und Fallen der beiden 
Kalisalzlagerstätten, Zur Zeit wird nur die jüngere Lager- 
stätte abgebaut. 
._.. Die gesamten Betriebsanlagen stehen auf zeitgemäßer 
Höhe, da zugleich mit der Modernisierung der Chlorkalium- 
jabrik eine solche der Strom- und Dampferzeugung vor- 
zenommen ist. 
Ü 
aternehmens. 
Innerbalb der Kaliindustrie Deutschlands besitzt 
jalzdetfurth eine Sonderstellung, da die geförderten 
jalze besonders hochprozentig sind und geringere Ver- 
rbeitungskosten verursachen und dadurch die Gesell- 
chaft den relativ größten Gewinnanteil unter allen 
nderen Kaliunternehmen hat. ; 
Die Verknüpfung des Salzdetfurth-Konzern ist eine 
ein aktienmäßige, 
Bei Salzdetfurth ist der Stützpunkt der Aktien- 
Majoritäten von Westeregeln Kali und Kali Aschers- 
eben konzentriert, während bei den letzteren beiden 
*esellschaften die Ahktien-Majorität von Salzdet- 
arth liegt. 
1927 entfielen auf den Salzdetfurth-Konzern an- 
ähernd 25% der gesamten Kali-Erzeugung Deutschlands. 
1928 Erwerb der Kaliquote der Halleschen Kali- 
verke A.-G., Schlettau, 
1929 Lt. Gen.-Vers,-Beschl. vom 10, Januar 1929 
ırhöhte die Gesellschaft ihr Stamm-Aktien-Kapital um 
Imk, 12 Mill, auf Rmk. 28 Mill., das Vorzugs-Aktien- 
<apital um Rmk. 75000.— auf Rmk. 175 000.—. 
jämtliche neuen Stamm- und Vorzugsaktien wurden 
len alten Aktionären im Verhältnis 4:3 zu pari an- 
’eboten., 
Im Wege gegenseitiger Beteiligung haben die 
Caliwerke Salzdetfurth A.-G, mit den Kaliwerken 
‚schersleben, Aschersleben, und den Consolidirten 
ıAlkaliwerken A.-G., Westeregeln, einen Großkonzern 
‚ebildet, der nahezu ein Viertel der Gesamtbeteiligung 
m Absatz des Kalisyndikats umfaßt. Die Beteiligung 
ıntereinander ermöglicht eine zweckentsprechende 
/erteilung der Arbeit und rentablen Austausch der 
len einzelnen Werken zustehenden Quoten. Die Ein- 
zeitlichkeit in der Leitung des Gesamtkonzerns ist 
ladurch gewährleistet, daß die Generaldirektoren von 
\schersleben und Westeregeln gleichzeitig General- 
lirektoren der Kaliwerke Salzdetfurth sind, was sie 
efühigt, dem Konzerngedanken zur Durchführung zu 
rerhelfen. 
Betriebsbeschreibuneg. 
Grundbesitz: 
Die der Gesellschaft gehörenden Grundstücke haben eine Größe von 618 502 qm. wovon 235320 qm bebaut 
jder mit Betriebsanlagven belegt sind. 
Werke 
Werke des Salzdetfurth-Konzerns 
Jesetzl. Quoten UÜehernommene Quoten 
/oa 
Gesetzl. Quoten 
0 
UVebertrag: 25.9991 
YNallesche Salzwerke . . . 83.7270 
Saale, Gew. . ...... . , . 3.0085 
Mansfeld- u, Einigkeit-Ant. . . 0.7605 
Anteil an den Mansfeld- und Einig- 
keit-Quoten . . 0.0.0.0... 2,9409 
Insgesamt Salzdetfurth-Konzern: 36.4360 
Salzdetfurth 
DO 
UT 
6.2865 
5.7355 
5.4782 
3raunschweig-Lüneburg 
Grasleben . . 
Heidwinkel 
18.5002 
3.9964 
‚ . 3.5025 7.4989 
Vebertrag: 25.9991 
1, Kaliwerke Salzdetiurth. 
Grubenfelder: Der Felderbesitz beträgt etwa 40428 000 qm 
(ohne Gewerkschaft Braunschweig - Lüneburg), 
beruhend auf im Jahre 1890 abgeschlossenen hundert- 
jährigen Salzgewinnungsverträgen. Er lieot in den Ge- 
narkungen: Salzdetfurth, Detfurth, Fünfberge, Söder, 
Tackenstedt, Wehrstedt, Breinum, Almstedt, Segeste, 
7etze, Söhre und Egenstedt der Kreise Marienburg 1. H., 
\lteld und Gronau in der Provinz Hannover.
	        

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Die Deutsche Kali-Industrie 1930. Hoppenstedt, 1930.
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