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Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1859454801
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-263017
Document type:
Monograph
Author:
Reichert, Jakob W. http://d-nb.info/gnd/126384002
Title:
Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Verlag Stahleisen m. b. H.
Year of publication:
1931
Scope:
16 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft
  • Title page

Full text

13 
Jahresverdienste auf den Hüttenwerken. 
Jahres⸗Durchschnittsverdienst der berufsgenossenschaftlich 
Versicherten (einschl. Angestellter) in der Rheinisch⸗West⸗ 
älischen Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft. 
Mark / Jahr Mark / Jahr 
3000 3000 
— 
2800 
2800 
2600 
2600 
2400 
2400 
2200 
2200 
2000 
2000 
1800 
1800 
1600 
1600 
1400 
400 
1200 
200 
1000 
10000 
800 
300 
300 
300 
100 
100 
200 
200 
36 0 
1885 1890 1900 1913 1924 1929 
Minette und auf den Fernbezug ausländischer 
Erze aus Nord- und Südeuropa, aus Afrika, 
Asien und Amerika bedacht sein. Man rückte 
deshalb immer näher an die Wasserstraßen des 
Rheins und der Kanäle heran, um für die über 
die Rheinseehäfen und Emden bezogenen Erze die 
Eisenbahnfrachten zu sparen. 
Die seit Jahrzehnten zu beobachtende Ratio— 
nalisierung in der Standortwahl, in der tech— 
nischen Ausrüstung der Werke, in der Ver— 
besserung des Rohstoffbezugs und der Heran— 
— 
arbeiter hat allein nicht genügt, um den Be— 
stand der deutschen Hüttenwerke zu sichern und 
die fremde Konkurrenz einzuholen. Denn es 
wuchsen infolge der Konzentration von Hütten 
und Zechen sowie von Verarbeitungsbetrieben 
Kapitalbedarf und Risiken. Es wuchsen ferner 
die Ansprüche der Arbeitnehmer und die gesetz- 
lichen Lasten. Das Streben nach Sicherung des 
Errungenen und nach stetiger Entwickelung führte 
u lebhafterer Pflege der Zusammenschlüsse. 
hatte doch auch die deutsche Eisenindustrie 
iatürlich viel länger gebraucht, die Krise der 
iebziger Jahre zu überwinden, als es in Wirt— 
chaftsländern alten und großen Wohlstands der 
Fall war. In den Geschäftsergebnissen der 
neisten Hütten läßt sich die furchtbare Krise bis 
um Ende der achtziger Jahre verfolgen. Lange 
zeit kam man aus Verlusten, Aktienzusammen— 
egungen und Kapitalneuaufnahmen nicht heraus. 
Verkaufsvperbände (Syndikate und 
dartelle), wie sie seit 18940 und in stärkerem Maße 
eit 1885 geschaffen wurden, versagten. Erst die 
vründung des Kohlensyndikats im Jahre 1803, 
dann des Roheisenverbandes 1807 und schließlich 
des Stahlwerksverbandes im Jahre 1904 zeigten 
endlich den richtigen Weg. 
Der Zusammenschlußgedanke, der auch frei— 
»ändlerischen Ländern keineswegs fremd war, 
hat in ODeutschland tiefere Wurzeln geschlagen 
als anderswo. Die Tatsache, daß die Selbst— 
kostenunterschiede zwischen den Werken im Nord— 
vesten, Südwesten, in Mittel-, Ost- und Süd— 
deutschland sehr groß waren, zeigte die Not— 
vendigkeit, die Verständigungen im Berbands- 
vesen über den ganzen Bereich des Zollvereins- 
zebiets auszudehnen. Die Ausdehnung des 
zollgebiets von Luxemburg bis nach Ober— 
chlesien führte zu großräumigem Denken und zu 
zroßzügigen Eisenverständigungen, die vielfach 
inderen Wirtschaftszweigen als Vorbild gedient 
»aben. Es spricht für die Größe der Leistung, 
»aß die stärksten Führerpersönlichkeiten zur 
Milderung des Wettbewerbs, zum Abschluß eines 
Beruffriedens, einander die Hände gereicht haben. 
Als die alten Kraftpole der deutschen Eisen— 
ndustrie könnte man nennen: Zollverein und 
deutsches Reich, zielbewußte Schutzpolitik, 
donzern- und Kartellbildung, Eisenbahnen und 
echnischen Fortschritt und nicht zuletzt weit— 
lickende Unternehmer und tüchtige Arbeitnehmer. 
Wären uns Krieg und Friedensdiktate erspart 
zeblieben, dann hätten Deutschlands Eisen- 
ndustrielle trotz ungünstigerer natürlicher Ver— 
»ältnisse mit kunstvoller Technik und großzügiger 
Irganisation eine in jeder Beziehung muster— 
zültige Industrie aufbauen können. Hatten wir 
»och schon zu Beginn dieses Jahrhunderts 
nanchem englischen Industriezweig unsere Über— 
egenheit bewiesen und dazu den Vorsprung vor 
inderen europäischen Eisenindustrien gewonnen. 
Wer die Ergebnifse der Soll— 
»ereinspolitik in wenigen Zahlen zu— 
ammenfassen will, wird feststellen müssen, daß 
die Roheisenerzeugung vom FJahre 1834 bis 1918 
ↄon 110 000 Tonnen auf 19,3 Millionen Tonnen, 
die Rohstahlgewinnung aus kleinen Anfängen
	        

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Russian Gold. Amtorg Trading Corporation, Information Department, 1928.
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