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Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne

Monograph

Identifikator:
1868614581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-259947
Document type:
Monograph
Author:
Vanoni, Robert
Title:
Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
Place of publication:
Heidelberg
Publisher:
Weiss
Year of publication:
1931
Scope:
87 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil: Der Kartellbegriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Der Kartellbegriff
  • II. Teil: Der Konzernbegriff

Full text

chen, die in Richtung einer grundsätzlichen totalen Änderung des 
bisherigen Produktionssystems sich auswirken, und Maßnahmen. 
die nur auf teilweise Korrekturen sich erstrecken. 
4. Geringe Möglichkeiten unmittelbarer Ratio 
nalisierung innerhalb des Kartells. 
im folgenden soll nun untersucht werden, inwieweit das Kar- 
tell sich zu einer Rationalisierungsorganisation eignet. Zunächst ist 
zu betonen, daß sich einer Kartelleitung, die eine solche Vertiefung 
der Aufgaben anstrebt, als größte Schwierigkeit die Form der Or- 
ganisation selbst entgegensetzt. Der organisationsrechtliche Rahmen 
des Kartells’ist der nach bürgerlichem Recht kündbare vertrags- 
mäßige Zusammenschluß, der die Möglichkeit eines künftigen Kon- 
kurrenzkampfes offen läßt. Die vertragliche Koordination läßt die 
Mitglieder fabrikatorisch, finanziell und verwaltungstechnisch 
selbständig. Daher müssen alle Maßnahmer unmittelbarer Pro- 
duktionsförderung auf der Bereitwilligkeit der Unternehmer zu Ver- 
einbarungen darüber fußen. Der Kartelleitung steht keine Macht 
zu, direkt in die Betriebsverwaltungen einzugreifen und die Be- 
triebskonstanten unmittelbar zu ändern. Andererseits können sich 
die Werke nur von dem Maß des voraussichtlichen Erfolges zu 
Kartellopfern verleiten lassen. Eine Garantie ist infolge der zeit- 
lichen Begrenzung des Zusammenschlusses schwer zu bieten, weil 
gerade diese den entsprechenden Grad der Festigkeit des Aufbaus 
weitgehend hindert. Die rechtliche Unbeständigkeit der Bindung 
veranlaßt daher den Unternehmer, sich nur soweit in seiner Selb- 
ständigkeit beschränken zu lassen, daß er auch für den Fall der 
Auflösung und des Rückfalls in den Zustand des freien Wettbewerbs 
technisch und kommerziell konkurrenzfähig bleibt. Daher ist eine 
weitgehende Unterordnung der Mitglieder, wie sie ein Kartell mit 
ausschließlicher Rationalisierungspolitik erfordern würde, nur sehr 
beschränkt erreichbar, d. h. es ist grundsätzlich zu betonen, daß 
die Einflußnahme der Kartelleitung auf die produktionstechnische 
Autonomie der Werke nur soweit reicht, als die einzelnen Unterneh- 
mer freiwillig auf Rationalisierungsbestrebungen eingehen, in. der 
Gewißheit, daß dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht geschmälert 
und die Sicherung der Rentabilität nicht gefährdet wird. Daß ge- 
rade solche infolge des rechtlichen Aufbaues sicher berechtigten 
Gesichtspunkte das größte Hemmnis für Rationalisierungsbestrebun- 
gen bedeuten müssen, wird deutlich an einer der wirksamsten 
AM
	        

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Zur Begriffsbestimmung Der Kartelle Und Konzerne. Weiss, 1931.
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