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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Die Stufenfolge des geistigen Seins. 
99 
Ohne sich an sie zu verlieren. Auch hier sind es Grundmotive 
der Cusanischen Spekulation, die bei Ficinus fortwirken. Die 
Seele ist zugleich teilbar und unteilbar, der höchsten absoluten 
Einheit wesensgleich, wie der Vielheit und Veränderung der Kör- 
perwelt beständig zugewandt. Sie ist das eigentliche und tiefste 
Wunder, sofern alle andern Dinge, wie vollkommen wir sie uns 
denken mögen, immer ein besonderes Sein besitzen und ver- 
körpern, während sie das All in seiner Gesamtheit darstellt und 
enthält. „Sie trägt in sich die Bilder der göttlichen Wesenheiten, 
von denen sie abhängt, wie die Gründe und Musterbilder der nie- 
deren Dinge, die sie auf gewisse Weise selbsttätig erschafft. Sie ist 
die Mitte von Allem und besitzt die Kräfte von Allem. Sie geht in 
Alles ein, ohne doch, da sie die wahre Verknüpfung der Dinge ist, 
den einen Teil zu verlassen, wenn sie sich einem andern zuwendet, 
So darf sie mit Recht das Zentrum der Natur, die Mitte des 
Universums, die Kette der Welt, das Antlitz des Alls und das Band 
und die Fessel aller Dinge heissen.“ 1!) Wenn jedes sinnliche Ding 
kraft seiner Natur zu seinem höheren geistigen Ursprung zurück- 
strebt, so kann sich diese innere Umkehr nicht in den Dingen 
selbst, noch in den geistigen Substanzen über oder unter uns, 
sondern nur in der Seele des Menschen vollziehen. Denn sie 
allein vermag sich völlig mit der Betrachtung des Einzelnen 
und Stofflichen zu durchdringen, ohne sich ihm gefangen zu 
geben; sie allein vermag die Sinneswahrnehmung selbst zum 
Allgemeinen und Geistigen zu erheben, „So kehrt der göttliche 
Strahl, der zu der niederen Welt herabgeflossen war, durch sie 
wieder in die höheren Regionen zurück. . . Der Menschengeist ist 
es, der das erschütterte Universum wiederherstelll, da dank seiner 
Tätigkeit die Körperwelt beständig geläutert und der geistigen Welt, 
von der sie ehemals ausgegangen, täglich näher geführt wird“) In 
dieser Behauptung der einzigartigen, kosmischen Stellung und Be- 
deutung der menschlichen Seele liegt der tiefste Grund der 
Wirkung, die die Platonische Akademie auf die allgemeine phi- 
losophische und künstlerische Kultur der Zeit geübt hat; die Ge- 
danken, die Ficin hier ausspricht, klingen in Pico della Miran- 
dolas Rede über die Würde des Menschen und, in höchster Kraft 
und Eindringlichkeit, in Michelangelos Sonetten nach. 
So sehr wir uns indes hier noch im Bannkreis Plotins und
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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