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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

N 
ET A am 
Die Selbsttätig neit des Denkens. 
103 
listische Theorie der „Abstraktion“ von Ficin widerlegt. Wären 
wir darauf angewiesen, das Allgemeine aus dem Durchlaufen der 
Einzelfälle zu gewinnen, so müssten wir in ihm von Anfang an 
eine falsche und illusorische Forderung erkennen. Denn die 
Gesamtheit des Einzelnen ist schlechthin unerschöpflich; wollten 
wir aber aus einem begrenzten Kreis die Regel abstrahieren, die 
wir alsdann auf die Allheit der Fälle anwenden und übertragen, 
so wären wir niemals sicher, gerade die wesentlichen und allge- 
meingültigen Bestimmungen, die nicht in der: zufälligen Natur 
des Einzelnen wurzeln, ergriffen zu haben. Die Bildung der 
allgemeinen Begriffe und Gesetze ist also nur zu verstehen, wenn 
wir sie nicht als eine blosse Wiederholung des gegebenen Stoffes, 
sondern als eine spontane Schöpfung des Intellekts erkennen. 
Diese Schöpfung bedarf keiner fremden Vermittelung: der Geist 
gibt sich selbst den Stoff, aus dem er sich bildet und formt. 
Ein Prozess, der freilich unverständlich bliebe, wenn der Geist in 
sich selbst von Anfang an völlig passiv und bestimmungslos wäre: 
während wir in Wahrheit in seinem „innerlichen‘ Sein bereits 
den Gehalt aller derjenigen Formen voraussetzen müssen, die sich 
äusserlich in der Welt der Objekte vorfinden.'®) 
So unterscheidet Ficinus scharf zwischen der üblichen Be- 
schränkung des Denkens auf die „Abstraktion“ und zwischen 
seiner wahrhaften konstruktiven Betätigung: „veras definitiones 
essentiarum non potest mens per accidentalia rerum simulacra 
fabricare, sed eas construit per infusas ab origine rerum 
omnium rationes“. Alles Denken ist ein Aus- und Aufbauen aus 
jenen ersten eingeborenen Voraussetzungen und Gründen. In 
ihnen besitzen wir — wie am Beispiel der Mathematik deutlich 
wird — die idealen Regeln, an denen wir die Wahrnehmung 
und ihre Exaktheit prüfen, die somit selbst ihre Grenze und ihr 
Maass nicht an den sinnlichen Empfindungen und Objekten haben 
können. Die reinen gedanklichen „Species“ werden durch die 
Berührung mit der Aussenwelt nicht erzeugt, sondern nur ans 
Licht gefördert und zur Blüte gebracht; was Aristoteles ihre 
Erschaffung nennt, das ist mit Plato vielmehr als ihr „Auf- 
leuchten zu deuten.!’) Die Tatsache allein, dass wir nach irgend 
einem Inhalt forschen und fragen, beweist bereits, dass er 
nicht völlis ausserhalb unserer Sphäre liegt: denn das schlechthin
	        

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Ueber Einige Verwaltungseinrichtungen Und Das Tarifwesen Auf Den Eisenbahnen Englands. Vahlen, 1876.
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