Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

ea 
ED RE a FL 
104 Die Erneuerung der Platonischen Philosophie. — Marsilius Ficinus, 
und in jedem Sinne Unbekannte vermöchten wir nicht zu be- 
gehren. Es ist der Grundgedanke des Platonischen Menon, an 
den Ficinus, wie vor ihm Cusa, hier anknüpft und der uns fortan 
in mannigfachen geschichtlichen Abwandlungen begleiten wird. 
(Vergl. ob. S. 73 f.) Kein Wissen kann dem Individuum von aussen 
aufgedrängt und eingesetzt werden; es muss aus seiner eigenen 
Natur erweckt und erworbeu werden: „qui docet minister est 
potius quam magister“. Da die menschliche Gattung in allem 
ein und dieselbe und das Wesen des Geistes überall gleich ist, 
so ist die Zustimmung zu bestimmten Wahrheiten notwendig und 
allgemein. Die Prüfung und die Annahme jeglicher wissenschaft- 
licher Einsicht aber kann nur erfolgen, wenn die Regel der 
Wahrheit von innen her vorausleuchtet und den Weg weist. 
Für den Gedankenkreis und die Stimmung, aus der die Floren- 
tinische Akademie erwachsen ist, ist es hierbei bezeichnend, dass 
Ficinus die Bürgschaft für den universalen und objektiven Wert 
der „Ideen“ vor allem im Gebiete der Kunst findet. Hier offen- 
bart sich am reinsten die unverbrüchliche geistige Einheit der 
Menschennatur. „Jeglicher Geist lobt die runde Gestalt, sobald er 
sie zum ersten Male erblickt und ohne den Grund dieses Urteils 
zu kennen. Jeder schätzt eine bestimmte Angemessenheit und 
Proportion im Bau des menschlichen Leibes, oder den Einklang 
in den Zahlen und Tönen. Er nennt eine bestimmte Gebärde 
und Haltung schön und würdig, er preist das Licht der Weisheit 
und die Anschauung der Wahrheit. Wenn nun jeder Geist dies 
alles immer und überall sogleich annimmt und gutheisst, ohne zu 
wissen, warum —, so bleibt nur übrig, dass er hierin kraft eines 
notwendigen und durchaus natürlichen Instinktes handelt“.18) 
Diese Sätze Ficins enthalten den Keim für eine neue geschicht- 
liche Form des Platonismus, die uns in reiferer und tieferer Be- 
gründung bei Kepler enigegentreten wird. 
Werden indes bis hierher die Grundgedanken der Ideen- 
lehre zwar vorzugsweise unter psychologischen Gesichtspunk- 
len entwickelt, aber doch rein und unvermischt wiedergegeben, 
so vermag Ficin diese Scheidung nicht bis zu Ende durchzu- 
führen. Wieder sind es Neuplatonische Motive — diesmal in der 
Fassung, die sie durch Augustins Erkenntnislehre und Meta- 
physik erhalten haben —, die zuletzt die Vorherrschaft erlangen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.