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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Die Lehre vom „tätigen Verstande“ 
111 
Ausdruck kommt: die volle Wirklichkeit, wie sie die Meta- 
physik definiert, das besondere, aus Form und Materie zusammen- 
gesetzte Einzelding widerstreitet den Bedingungen, die die Er- 
kenntnis für ihr Objekt aufstellen muss. Die Grundgleichung, 
um deren Aufstellung und Bestimmung die gesamte griechische 
Philosophie sich bemüht hatte, die Identität von Denken und Sein 
ist somit hier von Anfang an preisgegeben. Innerhalb der Aristo- 
telischen Psychologie spiegelt sich der Gegensatz in der Doppel- 
stellung, die der „Verstand“, dem die Erkenntnis der allgemeinen 
Prinzipien zugewiesen wird, gegenüber den übrigen seelischen Ver- 
mögen behält. Während er als „leidender Verstand“ als vobs zadNıtıxG 
nur den Stoff, den Sinne und Einbildungskraft ihm bieten, aufzu- 
nehmen und zusammenzufassen hat, soll er als tätiger Verstand, als 
wog KuNtLxGs VON dieser Bedingtheit frei sein: während nach der ste- 
tigen Stufenfolge der psychologischen Kräfte das Denken nur am 
„Phantasma‘‘, am Vorstellun gsbild geübt werden kann, tritt Jetzt eine 
„andere Art“ seelischer Betätigung auf, die die intelligiblen und all- 
gemeinen Objekte rein und unvermischt erfasst. Dem Sinnlichen 
abgewandt und seiner Einwirkung entzogen soll die aktive Denk- 
kraft ein eigenes und selbstgenügsames Sein besitzen. Die Natur- 
bedingungen, die die Entstehung und den Verlauf des organischen 
Lebens regeln, verlieren diesem Teil der Seele gegenüber ihre Be- 
deutung und ihre Kraft. Wie der Geist „von aussen her“ (#öpaudev) 
in fertiger und abgeschlossener Gestalt in den individuellen Körper 
eintritt: so soll er auch die Existenz des Körpers überdauern und 
ausserhalb seiner Grenzen fortbestehen können. Er ist das ewige 
und „göttliche“ Prinzip, das sich mit der Materie zwar zu ge- 
meinschaftlichem Dasein verbindet, das aber durch sie in seiner 
Wesenheit nicht berührt und bestimmt wird. Wir erkennen 
hier die tieferen, sachlichen Motive, aus denen die Peripatetische 
Lehre vom tätigen Verstande hervorgegangen ist. Was die Er- 
kenntnislehre in ihren ersten Anfängen versäumt hatte: die 
Funktion des reinen Denkens und seine spontane Wirksamkeit 
im Gegensatz zu allen bloss passiven Eindrücken festzuhalten und 
herauszuarbeiten, das versucht die metaphysische Psycho- 
logie an diesem Punkte nachzuholen. Jetzt aber vermag die 
Scheidung nicht mehr im methodischen Sinne zu erfolgen: 
sie fordert. innerhalb der Seele selbst, eine substantielle Sonde-
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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