Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Averroismus. 
113 
schung nicht im Sein, sondern im Wissen zu suchen ist. Die 
Schwierigkeit der Averroistischen Anschauung dagegen liegt für 
jeden modernen Beurteiler in der völligen Umkehrung dieses 
Grundverhältnisses. Von einem fertigen und bestimmten Bilde 
der Welt wird ausgegangen, um von ihm aus dem Intellekt 
seine Sonderstellung zuzu weisen. Die kosmologische Anschauung 
der verschiedenen himmlischen Sphären, deren jede durch 
einen stofflosen und ewigen Beweger im Kreise herumgeführt wird, 
liegt überall zu Grunde. Noch ehe irgend eine Untersuchung 
äber die Erkenntnis, ihre Eigenart und ihre Bedingungen vor- 
angegangen ist, ist bereits diese physische Leistung der „reinen 
Intelligenzen“, ihre Fähigkeit, den Lauf der Gestirne zu regeln, 
ohne selbst durch die Gemeinschaft mit ihnen einen Einfluss 
und eine Rückwirkung zu erfahren, festgestellt. Der aktive In- 
tellekt, die Eine Denkkralt, die in allen Individuen gleichmässig 
wirkt, ist nur die letzte und niedrigste dieser seelischen Kräfte, 
die den Umschwung des Himmels beherrschen. Der menschliche 
Verstand wird zur vereinzelten kosmischen Potenz, die sich 
der hierarchischen Gliederung des Alls und seiner Kräfte einfügt.?s) 
So wird hier der Intellekt, um ihn über die empirische Bedingt- 
heit hinauszuheben, zu einer überpersönlichen Wesenheit jenseit 
alles besonderen Bewusstseins gemacht; auf der anderen Seite aber 
ist er dennoch mit der Gesamtnatur verschmolzen und in sie als 
Bestandteil ein- und untergegangen. 
Aus diesem Hauptmangel der Averroistischen Ansicht erklärt 
sich die Bedeutung, die die gegnerische Auffassung, die an den 
Commentar des Alexander von Aphrodisias anknüpft, mit 
Beginn der neueren Zeit überall gewinnt?) Während der Streit, 
von aussen gesehen, sich auf das Problem der Unsterblichkeit 
beschränkt, die von den Alexandristen geleugnet, von den Aver- 
roisten nicht den Individuen, wohl aber dem allumfassenden täti- 
gen Verstand zugestanden wird, liegt das tiefere Motiv des Gegen- 
satzes in der verschiedenen Grundauffassung der Erkenntnis. 
Pietro Pomponazzis Werk über die Unsterblichkeit sucht die 
Frage nach dem Sein und dem Ursprung des Intellekts wieder auf 
ihr eigenes Gebiet zurückzuführen: nicht aus allgemeinen meta- 
physischen Voraussetzungen, sondern aus rein psychologischen 
Erwägungen soll sie beantwortet werden. Die Averroistische An-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.