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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

118 Die Reform der Aristotelischen Psychologie. — Pietro Pomponazzi. 
der Zeit nach mit dem Einzelnen unlöslich verknüpft, geht ihm 
jedoch der „Natur“, d. h. dem logischen Abhängigkeitsverhältnis 
nach, voran.®) Der Weg der Erkenntnis vollzieht sich nicht in 
einfachem, geradlinigem Fortschritt, sondern besteht in einer 
Rückkehr und Umwendung. Wir müssen, nachdem wir vom 
besonderen Fall zum Begriff aufgestiegen sind, den Begriff selbst 
wiederum im Einzelfall anschauen.?) In dieser Auffassung der 
Universalien liegt der Keim zu einem wichtigen Fortschritt der 
logischen Methodenlehre, der sich bei Pomponazzis Nachfolger, 
bei Giacomo Zabarella, vollzogen hat. (S. unt. No. III.) 
Zu voller Schärfe und Deutlichkeit aber gelangt der Grund- 
gedanke von Pomponazzis Werk erst in den ethischen Schluss- 
folgerungen, zu denen es hinleitet. Die sittliche Vernunft erst 
bildet das eigentliche Vorrecht und die auszeichnende Eigentüm- 
lichkeit des Menschen, während der spekulative Verstand, wie 
der Trieb zu technisch-praktischer Tätigkeit einen gemeinsamen 
Zug ausmachen, den wir mit den anderen Intelligenzen höherer 
oder niederer Art teilen. Mit der Aufhebung der Unsterblichkeit 
nun scheint das sittliche Leben selbst seinen Halt und Mittelpunkt 
zu verlieren; mit der Beseitigung des jenseitigen Zieles scheint 
alle Zweckbestimmung überhaupt entwurzelt zu sein. Noch die 
philosophische Renaissance des Platonismus stand in der Tat unter 
dem Banne dieses Gedankens. Wäre die Seele sterblich — so 
hatte die Platonische Theologie Ficins gleich von Anfang an ar- 
gumentiert —, so gäbe es kein unglücklicheres Geschöpf als den 
Menschen, so wäre der Wert unseres empirischen Daseins ver- 
nichtet. Für Pomponazzis sittliche Grundanschauung dagegen 
steht es fest, dass sich die echte Ethik darin bewähren muss, 
dass sie den Zweck des Lebens in diesem selbst zu finden lehrt. 
Die Idee der unbegrenzten Fortdauer des Individuums wird durch 
die Idee des stetigen Fortschritts und der Höherbildung der 
Menschheit abgelöst. In diesem Sinne ist Pomponazzis Lehre 
die echte Frucht der humanistischen Welt- und Geschichtsansicht. 
Das gesamte Menschengeschlecht ist einem einzigen Individuum 
zu vergleichen, in dem alle Bestandteile und Organe sich dem 
Einen Zwecke der Erhaltung und des Fortschritts des Ganzen 
unterordnen. Wie hier das gemeinsame Ziel dem Wachstum 
der einzelnen Glieder bestimmte festumschriebene Grenzen setzt.
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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