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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

126 Die Auflösung der scholastischen Logik. — Lodovico Vives, 
ist es wiederum die Reinheit der Sprache, die als Prüfstein und 
Kriterium hingestellt wird. Schon aus dem Namen der Dialektik 
geht hervor, dass sie „Wissenschaft der Rede“ (scientia de sermone) 
sein will. Von welcher Art der Rede aber handelt die schulmässige 
Logik und Disputierkunst? Bezieht sie sich auf die französische 
oder spanische, auf die gotische oder vandalische Sprache? „In 
der Tat eine wunderbare Dialektik, deren Sprache, die sich selbst 
für Latein ausgibt, Cicero, wenn er jetzt auferstehen könnte, nicht 
verstehen würde!“ Die Erfindung willkürlicher Worte und Wen- 
dungen, die im Gegensatz zum herrschenden Gebrauch stehen, ist 
ein nicht geringerer Fehler in der Logik, als in der Grammatik und 
Rhetorik. Denn alle diese drei Wissenschaften der Rede haben 
ihre Schranke und ihren gültigen Maassstab an der lebendigen 
Sprache, die sie nicht selbständig erfinden und nach ihrem Be- 
lieben meistern können. „Denn zuerst bestand die lateinische oder 
griechische Sprache; dann erst wurden in ihr grammatische, rhe- 
torische, dialektische Formen beobachtet, nach denen indes die 
Sprache nicht willkürlich umgemodelt wurde, sondern die vielmehr 
der Sprache folgen und sich ihr anpassen mussten.“ So sucht 
Vives, wie vor ihm Valla, das Correktiv gegen die unfruchtbaren 
Subtilitäten der Scholastik in dem‘ Rückgang auf das natürliche 
psychologische Denken des Menschen, das ihm freilich ohne 
weiteres mit dem natürlichen Sprachgebrauch zusammenfällt. 
Die Dialektik, als eine Wissenschaft der Zeichen, darf nicht zum 
Selbstzweck entarten; sie kann ihren Wert und ihr relatives 
Recht nur zurückgewinnen, wenn sie sich bescheidet, als Mittel 
und Vorbereitung der Gegenstandserkenntnis zu dienen. 
Töricht aber wäre es, seine Zeit mit der Bereitung und Ver- 
besserung des Instruments zu vergeuden, statt alsbald an das 
Werk selbst heranzutreten, zu dessen Gebrauch es geschaffen ist. 
„Was würde man wohl zu einem Maler sagen, der sein Leben 
damit hinbrächte, den Pinsel zurecht zu machen und die Farben 
zu reiben; was zu einem Schuster, der nichts anderes täte, als 
die Nägel und Pfriemen und sein sonstiges Handwerkszeug zu 
schärfen!“ 47) 
Die gedankliche Stimmung und Tendenz, die aus diesen 
Sätzen spricht, ist freilich nicht nur der hergebrachten Logik 
sondern nicht minder jedem Versuch einer Zergliederung und
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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