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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Die Kritik der Ontologie, 
127 
Prüfung der Erkenntnis feind. In Vives’ systematischem Haupt- 
werk „de disciplinis“ wird daher jede allgemeine Theorie, die 
den besonderen positiven Lehren vorausginge und sie begründete, 
ausdrücklich abgewiesen. Als der Grundfehler des Aristoteles gilt 
es hier, dass er in der Dialektik das sachliche Fundament, den 
Maassstab der Wahrheit oder Falschheit aller wissenschaftlichen 
Urteile sieht: ein Irrtum, der allerdings verzeihlich gefunden wird, 
weil er durch keinen Geringeren als durch Platon verschuldet 
sei. Die Aufgabe, die von beiden der Logik gestellt wird, aber 
vermag in Wahrheit nur die Gesamtheit der Einzelwissen- 
schaften zu erfüllen und zu lösen. Die Wissenschaften müssen 
sich ihre Grundlagen selbst geben; denn welche andere Dis- 
ziplin z. B. versichert mich der Wahrheit des Gesetzes, dass sich 
aus zwei spitzen Winkeln ein rechter bilden lässt, als die Geo- 
metrie? Aristoteles selbst hat die Hauptkategorien, die er an die 
Spitze stellt, in Wahrheit nicht der Logik als solcher, sondern 
seiner Metaphysik und ersten Philosophie entlehnt. Die Ein- 
teilung in die zehn Klassen ist bei ihm völlig willkürlich und 
erklärt sich nur aus einer Nachwirkung, die die Philosophie der 
Pythagoräer und Megariker auf ihn geübt. So beruht überall 
der scheinbar allgemeine und formale Gehalt, den die Dialektik 
entwickelt, in Wahrheit auf versteckten sachlichen Voraussetzun- 
gen, die sie den realen Wissenschaften entnimmt. Weil er diesen 
Zusammenhang verkannte, musste Aristoteles das wahre Eintei- 
lungsprinzip der Logik verfehlen; die Kategorien sind bei ihm 
nicht nach der Ordnung der sinnlichen Erfahrung und 
der Erkenntnis, sondern nach der angeblichen Ordnung der 
absoluten Dinge gegliedert. Wie aber könnte diese Wesenheit 
der Dinge den Maasstab bilden, wie liesse sich behaupten, dass 
die Begriffe unseres Verstandes ihr entsprechen müssten, da sie 
uns doch niemals an und für sich bekannt und gegeben ist? Hätte 
Aristoteles die Rangordnung des Wissens streng eingehalten, so 
hätte er nicht mit der Substanz, sondern mit den „Inhaerenzen“, 
mit den Beschaffenheiten und Eigenschaften beginnen müssen ;*®) 
denn nicht das unbedingte Sein des Gegenstandes, sondern nur 
die verschiedenen empirischen Bestimmungen, die uns in der Er- 
scheinung gegeben sind, bilden den eigentlichen Anfang der Er: 
Yenntnis.
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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