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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

150 Die Erneuerung der Natur- und Geschichtsansicht. 
damit ein neues und gegensätzliches Motiv sich ankündet, wird 
am deutlichsten, wenn die Astrologie es zuletzt unternimmt, die 
Religion selbst, ihre Entstehung und ihre Schicksale aus 
Gründen und Gesetzen der Natur verstehen und ableiten zu 
wollen. Die geschichtlichen Ereignisse, auf die der Glaube sich 
stützt und denen er einen schlechthin einzigartigen und abso- 
luten Wert verleihen muss, erscheinen nunmehr dem Strome 
des Gesamtgeschehens eingeordnet und durch ihn bedingt. Der 
Fortschritt und die Entwicklung des „Geistes“ ordnet sich den 
physischen Ursachen und Constellationen unter. In der Re- 
naissance gelangt diese Form des astrologischen Glaubens zur 
allseitigen Verbreitung und Herrschaft: der moderne Gedanke 
einer stetigen Entwicklung der einzelnen Glaubensformen stellt 
sich hier noch überall in der Verhüllung dar, dass man ihre 
Blüte und ihren Verfall vom wechselnden Stand der Gestirne 
abhängig macht.) 
Aber freilich: dem Kreise der Subjektivität, über den sie 
hinausstrebt, ist die Astrologie damit nicht entronnen. Die Not- 
wendigkeit, die sie verkündet, ist nicht die des causalen Ge- 
setzes. Es ist ein innerer, allgemeiner Zweckzusammenhang, 
der ihr vorschwebt und der ihr die Richtung weist. Das Uni- 
versum erscheint als ein lebendiger Organismus, in dem jedes 
Glied dem gemeinsamen Zwecke dient, in dem daher jeder Teil 
das Ganze in sich enthält und erkennbar macht. Ohne dem ver- 
wickelten Gange der Mittelursachen zu folgen, vermögen wir so- 
mit zwei Punkte des Alls unmittelbar mit einander zu verknüpfen 
und in Beziehung zu setzen. Jedes besondere Geschehen ist ein 
Zeichen und eine Repräsentation des Gesamtgesetzes; alle Glieder 
des Alls stehen somit in ursprünglichem harmonischen Einklang 
und deuten symbolisch auf einander hin. Die volle Entfaltung 
dieser Grundanschauung ist in der Magie gegeben, mit der die 
Astrologie überall eng verschwistert ist. Hier gilt das Symbol, 
gilt vor allem das Wort als der Quell einer natürlichen Wirkung, 
die unmittelbar in die Dinge eingreift und sie nach sich be- 
stimmt. Die Namen sind nichts Willkürliches und Aeusserliches, 
sondern sie sind — wie insbesondere Agrippa von Nettesheim aus- 
spricht — von allem Anfang an mit der Wesenheit der Dinge ver- 
woben. Der „Logos“, der die „Samen“ aller Dinge in sich birgt und
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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