Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

RE an 
1:4 
Die Erneuerung der Natur- und Geschichtsansicht. 
die moderne Auffassung der Freiheit als der theoretischen und 
sittlichen Selbstbestimmung heranreift. Und diese Verschmel- 
zung tritt uns von nun an in den Werken der Renaissance immer 
deutlicher entgegen: die tiefere Erforschung der objektiven Natur 
führt den Menschen zur Einsicht in das wahre Wesen seines Ich 
zurück, wie andererseits die tiefere Erkenntnis des Ich ihm stets 
neue Gebiete der objektiven Wirklichkeit erschliesst. In typischer 
Weise sind die beiden Phasen und Richtungen dieses gedanklichen 
Prozesses in dem Werke des Carolus Bovillus „über die Weis- 
heit“ beschrieben und zusammengefasst. Die wahre Weisheit ist, 
wie hier ausgesprochen wird, ihrer echten und allumfassenden 
Bedeutung nach, nichts anderes, als die Ausprägung des Modells 
und des Ideals der Menschheit, das wir in uns tragen. Unser 
eigenes, unverfälschtes Wesen ist es, das wir in ihrem Bilde fest- 
halten. Die ganze Aufgabe der Erkenntnis ist darin beschlossen, 
von der ersten und unfertigen Empfindung der Menschheit, die 
in jedem von uns angelegt ist, zum bewussten Verständnis ihres 
Begriffs durchzudringen: den „primus homo“ zum „secundus 
homo“ umzugestalten. An die Naturobjekte geben wir uns nur 
deshalb hin, um an ihnen alle die Züge zu entdecken und heraus- 
zuschälen, die unserem eigenen Sein wesensverwandt sind; die 
Erforschung der „grossen Welt“ soll nur dazu dienen, ‚uns das 
Bild des Mikrokosmos immer reiner zurückzustrahlen. So ist 
der Mensch Anfang und Ende alles Wissens und gleichsam die 
„Palinodie“ der Welt. Die ursprüngliche, natürliche Einheit 
seines Daseins muss verlassen und durchbrochen werden, sie muss 
durch freie Betätigung des Denkens in eine Doppelheit verwandelt 
werden, damit aus dieser wiederum die bewusste Erkenntnis 
der Einheit seines Wesens erwachsen kann. Diese Erhebung 
unserer eigenen Natur zur reflexiven Selbsterkenntnis bildet 
das höchste und endgültige Ziel aller begrifflichen Arbeit. „So 
besteht denn alle Weisheit in einer Mehrung und Unterscheidung, 
einer Fruchtbarkeit und Ausstrahlung des Ich: in einer Zweiheit 
des Menschen, die aus einer ursprünglichen Einheit geboren wird. 
Denn der erste, sinnliche Mensch, der alles, was er besitzt, von 
der Natur zu Lehen trägt, ist eine Einheit, zugleich aber aller 
menschlichen Fruchtbarkeit Quell und Anfang“. Mit bewusster 
Kunst muss er sich zur Zweiheit umbilden und formen. muss er
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.