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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

156 Die Erneuerung der Natur- und Geschichtsansicht. 
bala bezeichnet wird, einzumünden. Der historische Gesichts- 
kreis weitet sich, indem neben der antiken Literatur die hebräi- 
schen Quellen herbeigezogen und mit ihr zu einem universalge- 
schichtlichen Gesamtbild vereint werden. Bei all ihrem Scharf- 
sinn und ihrer allumfassenden geistigen Begabung hätten die 
Griechen nicht das Höchste zu erreichen vermocht, wenn nicht 
Pythagoras die ersten Keime der wahren Philosophie vom Orient 
empfangen hätte. „So darf auch er, der diese Keime zuerst auf- 
nahm, mit vollem Rechte ein Cabbalist heissen, wenngleich er 
zuerst den unbekannten Namen der Cabhala mit dem griechi- 
schen Namen der „Philosophie“ vertauscht hat“.%) Alle Geistes- 
geschichte wird demnach wie eine einzige fortlaufende Tradition, 
wie die Erklärung und Ausdeutung eines stehenden und gegebenen 
Grundtextes gedacht. 
Gegenüber dieser Auffassung aber erhebt sich alsbald eine 
andere Betrachtungsweise, die anfangs noch ohne feste Sonderung 
neben ihr einhergeht, die aber allmählich immer deutlicher zu 
selbstständigem Bewusstsein erwacht. Der Inhalt und das Thema 
der Menschengeschichte besteht danach nicht in einer fest um- 
schränkten, von aussen stammenden Offenbarung: sondern in der 
einheitlichen menschlichen Vernunft, die sich successiv in 
mannigfachen Formen und Stufen entfaltet. Bei Plethon bereits 
wird ausgesprochen, dass das Kriterium, das darüber entscheidet. 
welche Lehren wir dem Ganzen der echten Veberlieferung an- 
gehörig zu denken haben, allein in uns selbst zu suchen sei. Und 
immer mehr kommt nun die Doppe!bedeutung zur Geltung, 
die die Geschichte im Ganzen der Renaissance gewinnt, indem 
sie nicht lediglich als die Schilderung eines einmaligen Tatbe- 
standes, sondern zugleich als die Hülle und Darstellung eines 
dauernden Gehalts gedacht wird. Schon die politische Ge- 
schichtschreibung lässt diesen Grundzug deutlich hervortreten: 
für die Grössten, wie Macchiavell, sind die mannigfachen histo- 
rischen Schicksale der Nationen nur gleichsam eine wandelbare 
und flüchtige Einkleidung, hinter der, klar erkennbar, das immer 
gleiche, empirische Grundwesen des Menschen hindurchleuchtet. 
„Geschichte“ in ihrem eigentlichen wissenschaftlichen Wortsinne, 
in dem sie auf das causale Verständnis des Geschehens ausgeht, 
ist daher nichts anderes, als angewandte Psychologie. Der gleiche
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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