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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

38 
Der Skepticismus. — Montaigne. 
Transscendentes gesucht wird, so kann das Bewusstsein nicht 
mehr den Weg zu seiner Erkenntnis weisen; es bezeichnet als- 
dann nur noch die trügerische Hülle, mit der wir alle Inhalte 
bekleiden und die uns ihre echte Wesenheit verbirgt. Unser 
Wissen vermittelt uns nicht die Form und Beschaffenheit der 
Dinge, sondern lediglich die Eigentümlichkeit des Organs, das 
von ihnen eine Einwirkung erfährt. Wie ein und derselbe ste- 
tige Luftstrom durch verschiedene Instrumente zu einer Mannig- 
faltigkeit von Tönen gebrochen und abgewandelt wird, so über- 
tragen unsere Sinne die Qualität, die ihnen selbst eigen ist, auf 
das ursprünglich einheitliche Objekt. Den Umkreis des Seins 
vermögen wir somit nicht zu ziehen: denn töricht wäre die An- 
nahme, dass die Schranken unserer Empfindungsfähigkeit zugleich 
die Grenzen der physischen Wirklichkeit sind. Wie der Verlust 
eines bestimmten Sinnes die Aenderung unseres gesamten Welt- 
bildes nach sich ziehen müsste, so müsste der Gewinn einer neuen 
sinnlichen Erkenntnisquelle uns Gebiete des Daseins eröffnen, die 
uns unter den gegebenen Bedingungen unserer Organisation dau- 
ernd verschlossen bleiben. Das Denken der Wissenschaft und 
der logischen Schlussfolgerung vermag diesen Mangel nicht zu 
ersetzen, da ihm nur die Verknüpfung gegebener Wahrneh- 
mungen, nicht die Entdeckung und Erschaffung neuer Tatsachen- 
kreise zukommt; da es somit gleichfalls die irrationale Zufällig- 
keit unserer empirisch-physiologischen Bildung nirgends zu über- 
winden vermag. Und mit dem äusseren Gegenstand schwindet 
auch der Begriff des „Subjekts“ als einer einheitlichen festen Norm 
dahin. Was wir als die Einheit eines Individuums betrachten, 
ist in Wahrheit nur eine Abfolge verschiedener, einander wider- 
streitender Zustände, zwischen denen keine Rangordnung und 
keine Wertunterscheidung zu vollziehen ist; kein Kriterium ver- 
mag zwischen den Wahrnehmungen, die wir als „gesunde“ und 
„kranke“, als Erfahrungen des Wachens und des Traumes einander 
gegenüberzustellen pflegen, eine wahrhaft logisch gegründete Ent- 
scheidung zu treffen. Das Ich, wie es einerseits die Voraussetzung 
für die Wahrnehmung der Dinge bildet, wird auf der anderen 
Seite selbst wieder von ihnen und ihrer stetigen Veränderung be- 
stimmt. Wenn wir es als Naturursache der Erkenntnis an- 
sehen konnten, so ist es eben damit auch Naturprodukt und
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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