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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Skhepticismus, — Montaigne. 
Grundfrage selbst entwurzelt und zu Nichte gemacht. Wie die 
Empfindung uns nicht das Sein des äusseren Gegenstandes, son- 
dern nur die Natur des eigenen Ich im äusseren Widerschein 
anthüllt, so ist der Wert, der an den Dingen zu haften scheint, 
in Wahrheit keine objektive Beschaffenheit ihrer selbst, sondern 
der Reflex des urteilenden Subjekts. An sich ist Nichts weder 
gut noch böse: erst unsere „Vorstellung“ verleiht ihm diese Be- 
schaffenheit: „nous appellons valeur en les choses, non ce 
qu’elles apportent, mais ce que nous y apportons“ (I, 40). 
Damit aber ist der Begriff des Guten der grenzenlosen Unbestimmt- 
heit und Vieldeutigkeit preisgegeben: denn nirgends tritt der 
Widerspruch und die Unvereinbarkeit der Einzelnen und der 
Völkerindividuen schärfer zu Tage als hier. Kein noch so, ex- 
iremer und phantastischer Brauch, der nicht durch das Gesetz 
.rgend einer Nation geheiligt wäre; kein anerkannter sittlicher 
Inhalt, der sich nicht im Wechsel der Zeiten oder Räume in sein 
Gegenteil verwandelte. Oertliche und politische Schranken werden 
zu Grenzen für den Begriff der Moral: „was für eine Art Güte ist 
es, die, gestern in Ansehen und Geltung, es morgen nicht mehr 
ist und die beim Ueberschreiten eines Flusses zum Verbrechen 
wird? was für eine Art Wahrheit, die durch diese Berge begrenzt 
und jenseit ihrer zur Lüge wird‘ (IL, 12). „Die ersten und allge- 
meinen Gründe der sittlichen Vorschriften sind schwer zu fassen 
and gehen unsern Lehrmeistern unter den Händen in Schaum 
auf; oder aber sie wagen nicht einmal, an ihnen zu rühren, son- 
dern werfen sich von Anfang an in die Freistätte der Gewohn- 
heit; hier blähen sie sich auf und feiern einen billigen Triumph“ 
‘I, 22). So sehen wir uns der äusseren Meinung und der jewei- 
ligen Konvention als einzigen Führern überwiesen: „das Ansehen 
Jder Gesetze kommt nicht daher, dass sie gerecht, sondern dass 
sie Gesetze sind; dies allein ist der mystische Grund ihrer Au- 
:orität; sie haben keinen andern.“ 
Und dennoch liegt in dieser Konsequenz, in der sich Mon- 
taignes skeptischer Lehrbegriff vollendet, zugleich die Peripetie 
seiner philosophischen Gesamtanschauung. Das Problem der 
Sittlichkeit ist es, an dem eine innere Umkehr des Gedankens 
sich vollzieht. Zunächst nämlich trägt die Skepsis — hier, wie 
‘m Altertum — von Anlang an einen bestimmten und wvositiven
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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