Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Skepticismus. — Montaigne. 
les pieces empruntees d’aultruy, il les transformera et confondra 
pour en faire un ouvrage tout sien, a scavoir son jugement: son 
institution, son travail et estude se vise qu’ä le former. Qu'il cele 
:out ce dequoy il a este secouru, et ne produise que ce qu'il en 
a faict“. Die Vernunft und die Wahrheit sind allen gemein; wer 
sie zuerst in Worte kleidet, besitzt sie nicht in höherem Maasse 
als ein Späterer, der sie sich innerlich zu Eigen gemacht hat. 
Eine Wahrheit gehört mir im selben Sinne, wie dem Platon, wenn 
er und ich sie übereinstimmend sehen und begreifen. So ist jede 
echte erzieherische Tätigkeit wiederum von dem Glauben an die 
[(dentität der Vernunft bedingt und getragen; von der Annahme 
siner ursprünglichen Gleichartigkeit zwischen dem geistigen Inhalt, 
der dargeboten wird, und der geistigen Kraft und Wesenheit des 
Subjekts, das ihn aufnimmt.) Wir erkennen hier in einem ty- 
pischen Beispiel die tiefere Art des geschichtlichen Zusammen- 
hangs, der die Renaissance an die Antike knüpft. Die Anlehnung 
an das klassische Altertum wird von Montaigne verworfen, sofern 
sie den Sinn hat, dem Einzelnen den Stoff des Wissens in ferti- 
ger, geschlossener Gliederung zu überliefern. Aber eben in dieser 
Abweisung fühlt er sich als Erbe des griechischen Geistes. Er 
beruft sich auf das Platonische Ur- und Anfangswort aller Pä- 
dagogik: so wenig sich blinden Augen die Sehkralft einsetzen lässt, 
so wenig vermag die Erziehung der Seele einen geistigen Inhalt zu 
geben, der nicht latent in ihr enthalten wäre (II, 24). Und So- 
krates gilt ihm als der ewige Pädagoge des Menschengeschlechts, 
sofern er zuerst ihm gezeigt hat, wieviel es aus eigener Kraft ver- 
mag (III, 12), Hier erhebt sich Montaignes Skepsis in der Ergän- 
zung, die sie durch den Gedanken der freien Selbsttätigkeit des 
Bewusstseins erhält, in der Tat zur echten Bedeutung des So- 
Kratischen Nichtwissens. Das Griechentum bildet das Vorbild, 
nicht als Hüterin eines festen Wissensschatzes, sondern als 
Weckerin und als geschichtliche Bürgschaft der Produktivi- 
tät des menschlichen Geistes. Die Antike wird — im Gegen- 
satz zur Scholastik — die Schule der „Naivität“ und Natürlich- 
keit; auch die Ueberlegenheit des Stils der Alten gilt Montaigne 
nicht als ein zufälliger und äusserer Vorzug, sondern als gegrün- 
det auf die Klarheit ihres Denkens und auf die Kraft und Rein- 
neit der objektiven Anschauung (IIL, 5).
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.