Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Skhepticismus. — Montaigne. 
zelnen, auf die man verwiesen hat, ist der allgemeine Zusammen- 
hang, der hier besteht. Hamlets Worte über das Schauspiel sind 
Jer reinste Ausdruck und die Vollendung von Montaignes Auf- 
jassung der „Natur“ als aesthetischem Normbegriff. Die Essais selbst 
aaben diesen Begriff am Beispiel der mimischen Künste erläutert: 
an dem Gegensatz zwischen der schlichten und ungezwungenen 
Haltung des Künstlers und der Grimasse und der travestierenden 
Uebertreibung des Nachahmers (II, 10). Unter dem neuen künstle- 
rischen Ideal wendet sich der Blick wiederum auf die Volks- 
dichtung zurück, deren naive Anmut Montaigne den vollkom- 
mensten Erzeugnissen der Kunstpoesie gleichstellt: das Kapitel 
über die Dichtung der Naturvölker bildet den originalen Anfang 
3äiner Entwicklung, die über Rousseau zu Herder hinführt. — 
So hat auch hier die Skepsis ihre allgemeine Funktion er- 
füllt, durch Abstreifung der falschen konventionellen Hülle eine 
neue und ursprüngliche geistige Wirklichkeit zur Entdeckung zu 
bringen. Der Zweifel sinkt nicht ins Bodenlose: sondern er 
indet, im Gebiete der Wertbetrachtung, überall festen Halt und 
Ankergrund. Das!Selbstbewusstsein, das sich für den beob- 
achtenden und reflektierenden Psychologen in eine heterogene 
Mannigfaltigkeit wechselnder Zustände auflöste, wird jetzt als ein 
[nbegriff geistiger Werte zurückgewonnen. Nicht in objek- 
tiven systematischen Formen prägt sich diese Umwandlung aus 
aber sie stellt sich mittelbar in dem Maasse dar, als die Persön- 
lichkeit Montaignes in der Fülle ihrer subjektiven Betätigungen 
and Interessen sich vor uns entfaltet. In diesem Zusammenhang 
wurzelt die unvergleichliche Eigenart von Montaignes philo- 
sophischem Stil. Er selbst spricht es aus, dass die Schilderung 
des eigenen Ich in seiner konkreten Wahrheit seine „Physik 
ınd Metaphysik“ bilde (IH, 13). Alle objektive Beobachtung 
ınd Erfahrung ordnet sich diesem einheitlichen Hauptzweck als 
Material und Mittel unter. Die Welt der Gegenstände bildet, an 
sich genommen, nur einen gleichgültigen und gleichförmigen 
Hintergrund; erst durch das Ich, das seine eigene Wesenheit auf 
sie projiciert, gewinnt sie Leben und Gestalt. Werk und Autor 
bilden daher hier eine untrennbare Einheit: „je n’ay pas plus 
[aict mon livre, que mon livre m’a faict: livre consubstantiel 
ä son auteur, d’une occupation propre, membre de ma vie,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.