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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

‚96 
ie Natur philosophie. 
Einzelpunkte des Daseins, in den es zunächst gesetzt scheint, fort- 
zuwirken, sich auszubreiten und sich zu vervielfältigen.®) Die Wirk- 
lichkeit des Naturkörpers enthält eine Vielheit räumlicher Glie- 
derungen, sowie ein Nacheinander zeitlicher Entwicklungsphasen 
in sich: beides können wir nur verstehen, wenn wir die Mehrheit 
auf eine Einheit zurückbeziehen, die sich in ihr entfaltet und offen- 
bart. Diese Einheit in der Mannigfaltigkeit, die wir in dem 
Begriff der unteilbaren qualitativ einfachen Kraft im Gegensatz 
zu ihren successiven Aeusserungen denken, bezeichnet zugleich 
den Grundcharakter dessen, was wir „Leben“ nennen: „vita 
dieitur a vi“.7) Es gibt kein Sein ohne Wirken, kein Wirken 
ohne ein Analogon des Bewusstseins: alle Existenz ist somit ihrer 
selbst bewusstes Leben.®) Innerhalb dieser Alleinheitslehre aber 
geht das Einzelne dennoch nicht restlos im Absoluten unter, 
sondern bedeutet ihm gegenüber ein eigenes Problem und einen 
neuen Anspruch. Es ist ein vergeblicher Versuch, alle Wirksam- 
keit der Natur auf das göttliche Urwesen zurückführen und in ihm 
erschöpfend begründen zu wollen: das konkrete Geschehen verlangt 
zu seiner Erklärung überall eigentümliche und individuelle Prin- 
zipien. Nicht Gott ist es, der — wie eine bestimmte metaphysi- 
sche Theorie es will — in der Flamme nach oben strebt-und in 
der Sonne leuchtet: sondern die eigene spezifische Natur des 
Feuers und des Lichts. Die Vollkommenheit der Naturdinge be- 
weist sich eben darin, dass sie in sich selbst den Keim und das 
Vermögen zur Selbsterhaltung besitzen. So ist insbesondere die 
menschliche Seele der Notwendigkeit eines übernatürlichen Bei- 
stands enthoben: sie selber, nicht eine jenseitige Macht ist es, die 
unsere Gedanken denkt und unser Wollen und Tun leitet. Die 
besonderen Akte des Geschehens verlangen zu ihrem Verständnis 
überall die Zurückführung auf besondere „Kräfte“ und damit, im 
;etzten Sinne, auf besondere Bewusstseinszentren und Einheiten.®) 
In diesen Ausführungen Campanellas ist genau das Pro- 
blem bezeichnet, das sich später zu dem metaphysischen Gegen- 
zatz des Okkasionalismus und der praestabilierten Harmonie ver- 
lichtet hat.ıo) Allgemein beginnt hier der Begriff der Kraft die 
bestimmtere und schärfere Form anzunehmen, die ihn in der 
neueren Zeit auszeichnet. An dem Aristotelischen Begriff der 
‚Potenz“ haftet von seiner Entstehung an eine innere Zweideutig-
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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